Oita Flughafen wird Asiens erste Luft-Orbit-Startbasis

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Der Oita Flughafen hat mit Virgin Orbit ein Abkommen abgeschlossen, mit dem sie das Geländer als Luft-Orbit-Startbasis verwenden. Bild: Virgin Orbit
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Japan arbeitet schon seit einer Weile daran in der Raumfahrt eine größere Rolle zu spielen. Zuletzt feierte das Land mit der erfolgreichen Mission der Raumsonde Hayabusa 2 einen riesigen wissenschaftlichen Erfolg. Nun bekommt das Land mit dem Oita Flughafen eine Luft-Orbit-Startbasis, welche damit die allererste in ganz Asien ist.

Die Präfekturregierung von Oita bestätigte kürzlich, dass sie eine Vereinbarung mit dem US-Unternehmen Virgin Orbit zum Start von Satelliten unterzeichnete. Die ersten Satelliten sollen dabei bereits Anfang 2022 starten. Als Teil des Abkommen wird die Cosmic Girl von dem Oita Flughafen mit kleinen Satellitenraketen starten.

Umgebaute Boeing soll Satelliten transportieren

Virgin Orbit fragte die Präfektur nach der Nutzung der 3.000 Meter langen Landebahn des Oita Flughafens. Die Präfektur selbst fördert verschiedene Spitzentechnologien, wie Satelliten von einem lokalen Unternehmen und galt deswegen als guter Partner. Nun muss sich die Präfektur nur noch mit der Zentralregierung und noch einigen anderen Parteien um rechtliche Fragen einigen, um das Projekt komplett starten zu können.

Bei dem Flieger handelt es sich dabei um eine von Virgin Orbit umgebaute Boeing 747-400. Auf einer Höhe von 10.000 Meter werden die Raketen vom Raumschiff getrennt, um sich dann in die Umlaufbahn zu bewegen. Die Raketen selbst können eine Last von bis zu 500 Kilogramm tragen. Als Fracht sind allgemein kommerzielle Satelliten für Kommunikation, Beobachtung oder andere Zwecke gedacht.

Da die Cosmic Girl an dem Flughafen starten und landen soll, ist eine Einrichtung zur Wartung sowie Beladung auf dem Gelände oder in der Nähe geplant.

Oita könnte in der Zukunft eine große Rolle spielen

Die Astronautin Naoko Yamazaki glaubt daran, dass der Oita Flughafen ein Knotenpunkt für den Weltraumtransport in Asien wird. Sie ist die repräsentative Direktorin der Space Port Japan Association, die das Projekt unterstützt. Laut Yamazaki gibt es mittlerweile Start-ups, die bemannte Raumschiffe in Japan entwickeln. Sie hofft deswegen, dass in der Zukunft die Menschen über den Flughafen in den Weltraum fliegen.

Japan besitzt zurzeit vier Weltraumbahnhöfe für Bodenstarts von Raketen. Darunter befinden sich das Tanegashima Space Center und das Uchinoura Space Center der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) in der Präfektur Kagoshima. Das Taiki Aerospace Research Field in Hokkaido gehört Interstellar Technologies Inc., die mit Takafumi Horie verbunden sind. In Wakyama gibt es hingegen den Space Port Kii von Space One Co.