Philippinen: Kirche wendet sich an die UNO

0
4164
article inline
 
 
 

Kirchliche Gruppen bringen die kritische Menschenrechtslage auf den Philippinen vor den dafür verantwortlichen UNO-Rat. Eine von ihnen zusammengestellte Delegation von Menschenrechtlern soll am 8. Mai in Genf einen Bericht über die Lage auf den Philippinen vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen vorlegen.

Der Bericht soll die vier letzten Jahre der Regierung des früheren Präsidenten Benigno Aquino und die ersten Amtsmonate des neuen Präsidenten Rodrigo Duterte abdecken. Der UNO-Menschenrechtsrat untersucht in regelmäßigen Abständen die Lage in allen UNO-Mitgliedstaaten. Dabei sind in erster Linie die Staaten selbst zur Berichterstattung aufgefordert. Aber auch andere Player der jeweiligen Gesellschaft können sich zu Wort melden.

2012 hatten sich die Philippinen bei der letzten Prüfung bereiterklärt, 63 von insgesamt 88 Empfehlungen des UNO-Gremiums umzusetzen. Der Redemptoristenbruder Ciriaco Santiago von der Gruppe „Rise Up for Life and for Rights“ sagt allerdings, in Wirklichkeit habe die Regierung die meisten der Empfehlungen nicht beachtet.