Asien: Gestörte Geschlechterbilanz – der gefährliche Männerüberschuss

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In Asien und im Nahen Osten gibt es deutlich mehr Männer als Frauen. Das bringt erhebliche Probleme mit sich. Nicht nur für die betroffenen Länder.

Zahlen der Vereinten Nationen zeigen: Im Jahr 2015 standen sich in Asien und dem Nahen Osten 2,24 Milliarden Männer und 2,14 Milliarden Frauen gegenüber. Die Tendenz ist weiterhin steigend, da der Zugang zur Pränataldiagnostik und der Erkennung des Geschlechts immer mehr Menschen zur Verfügung steht. Aus kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Überlegungen heraus werden dann vor allem Mädchen abgetrieben oder gar nach der Geburt getötet, wodurch die Lücke immer größer wird.

Sorgt dies jetzt schon für Probleme, wird sich dieses noch deutlich ausweiten. Denn dieser Umstand sorgt für Generationen voller junger Männer, die keine Chance auf Heirat und Familie haben werden. Junge Männer, die dann – wenn keine Prostituierten zur Verfügung stehen – immer weniger Hemmungen haben werden, Frauen und Mädchen zu vergewaltigen. Das heißt aber auch, dass die asiatischen Länder gerade für Frauen auch zu einem immer gefährlicheren Pflaster avancieren.

Aber auch für die Länder außerhalb wird dies zu einem Problem: Je größer die Differenz, desto mehr junge Männer werden sich aufmachen, Frauen aus anderen Ländern zu ergattern. Entweder mittels Auswanderung, dem internationalen Heiratsmarkt, Frauenhandel oder auch mittels kriegerischen Expansionen. Ein Umstand, der ebenfalls berücksichtigt werden sollte. Insofern wird das „asiatische Jahrhundert“ eben auch einige gesellschaftspolitische Probleme mit sich bringen.