Nichts aus der Krise gelernt: Wildtiermärkte in Asien weiter geöffnet

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Während in China diese Märkte geschlossen werden sollen, erfreuen sich in anderen asiatischen Ländern ungebremster Beliebtheit.

Auf diesen Märkten feiern die Viren ein Fest

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SARS, MERS, die Vogelgrippe und nun Covid19 – das sind nur die neuesten „Errungenschaften“, die die Menschheit sich zugezogen hat, weil sie der Tierwelt den Lebensraum nimmt und die Tiere auf engstem Raum auf sogenannten Lebendtiermärkten zusammenpfercht. Auf diesen Märkten kommen die exotischsten Tiere zueinander, die sich in freier Wildbahn niemals begegnen würden. Auch der Mensch gehört nicht in die unmittelbare Nähe dieser Tiere. Wenn dann auf den Märkten noch geschlachtet wird, feiern die Viren sozusagen ein Fest.

Die Forderung: Tiermärkte auf der ganzen Welt schließen

Es gilt als gesichert, dass auch das neuartige Coronavirus auf einem Tiermarkt in Wuhan auf Menschen übersprang. Während in China diese Märkte geschlossen werden sollen, erfreuen sich in anderen asiatischen Ländern ungebremster Beliebtheit. Die Tierschutzorganisation PETA veröffentlichte nun schockierende Bilder.

Die Bilder stammen aus dem indonesischen Tomohon und der thailändischen Hauptstadt Bangkok. PETA fordert die Weltgesundheitsorganisation erneut auf, sich für die Schließung aller Lebendtiermärkte weltweit einzusetzen, auch in Deutschland. Schließlich sind auch von Kühen und Rindern schon viele Krankheiten auf den Menschen übergegangen. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass 70% aller Krankheiten von Tieren auf Menschen übergegangen sind.

Längst nicht nur Covid19 kommt von Tieren: Diese Krankheiten überwanden die Schranke auch

„Die nächste Pandemie steht schon vor der Tür“

Die Aufnahmen zeigen Menschen in Flip-Flops, die über blutgetränkte Böden laufen und rohes Schweinefleisch mit blanken Händen anfassen. Über die Böden und Verkaufsflächen verteilen sich Blut und verwesendes Fleisch. Hunde, Schweine und eine Schlage liegen tot inmitten herumschwirrender Fliegen. Hühner und Katzen müssen vor ihrer Schlachtung in engen Käfigen ausharren. Und neben den Leichen verstümmelter Frösche stehen Säcke gefüllt mit lebendigen Fröschen.

Die Menschen kommen in direken Kontakt mit Blut, Abfällen, Ausscheidungen dieser bedauernswerten Kreaturen. „Die nächste Pandemie steht schon vor der Tür, wenn kranke und gestresste Tiere nach wie vor auf bluttriefenden Fleischmärkten zusammengepfercht werden“, warnt Ingrid Newkirk, 1. Vorsitzende von PETA.

Wir können schnell handeln, denn gerade den Verzehr exotischer Tiere kann sich ohnehin nur eine kleine Oberschicht leisten. Für die sind Pangolin, Krokodil und Co eine Delikatesse. Es geht auf diesen Märkten nicht um überlebenswichtige Nahrungsquellen. Generell ist der ausufernde Fleischkonsum überall auf der Welt der Hauptgrund für den Schwund der Regenwälder. Denn die Anbauflächen werden für die riesigen Tierherden und vor allem das Tierfutter benötigt.