Asien: Krise bedroht Fabrikarbeiter

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ARCHIV - 03.01.2014, Bangladesch, Dhaka: Näherinnen arbeiten in der Textilfabrik "One Composite Mills" in Gazipur, einem Vorort der Hauptstadt. (zu dpa "Modeketten streichen Aufträge in Asien - Sorge um Fabrikarbeiter")
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Angesichts erwarteter Umsatzeinbrüche in der Corona-Krise haben internationale Einzelhandelsunternehmen ihre Aufträge bei Zulieferern storniert. Hunderttausende Fabrikarbeiter in Asien sind damit laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) existenziell bedroht. Betroffen sind vor allem Näherinnen, die die Kleidung für Modeketten wie CA oder HM fertigen. Die internationalen Firmen nutzten die unfairen Einkaufspraktiken aus, um sich vor Verlusten zu schützen – auf Kosten der Arbeiter, so HRW-Rechtsberaterin Aruna Kashyap. „Arbeiter haben ihre März-Löhne noch in vielen Fällen bekommen. Im April wird es aber ein völliges Chaos geben.“