Indonesien: Mehr als 50 Tote durch Überschwemmungen

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Rettungskräfte suchen nach einem Erdrutsch in einem Dorf nach Überlebenden

 
 
 

Während Australien mit großer Trockenheit zu kämpfen hat, versinken im benachbarten Indonesien ganze Landstriche in den Fluten. Die Zahl der Toten ist mittlerweile auf 53 gestiegen.

Der Katastrophenschutz teilte zudem mit, dass nach den tagelangen schweren Überschwemmungen mehr als 173.000 Menschen aus der Hauptstadt Jakarta und umliegenden Städten obdachlos geworden seien. Insgesamt seien in dem größten Inselstaat der Welt rund 400.000 Menschen von den Fluten betroffen.

Die laut Behörden heftigsten Regenfälle seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1866 hatten am Neujahrstag begonnen. Sie ließen Flüsse über die Ufer treten, lösten Sturzfluten und Erdrutsche aus. Im am stärksten betroffenen Jakarta und seiner Umgebung wurden auch Bahnverbindungen unterbrochen, vereinzelt gab es Stromausfälle. Das Wasser ging dort mittlerweile zwar deutlich zurück. Die Wetterbehörde warnte allerdings vor weiteren heftigen Niederschlägen – mindestens bis zum 10. Januar. Die jährliche Regenzeit dauert in Indonesien bis in den März.

Hauptstadt soll verlegt werden

Die in dem Land häufigen Überschwemmungen waren eines der Argumente für die Entscheidung, die Hauptstadt bis 2024 auf die Insel Borneo zu verlegen. Präsident Joko Widodo will sowohl die Regierung als auch Parlament aus Jakarta abziehen, denn die größte Stadt Südostasiens droht nach Berechnungen von Experten zu versinken. Rund 20 Prozent der Fläche befinden sich demnach inzwischen unter dem Meeresspiegel. Außerdem ist Jakarta immer wieder von schweren Erdbeben betroffen.