China verbittet sich „Einmischung“ in Macau

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Chinas Präsident Xi Jinping (rechts) mit Macaus neuem Regierungschef Ho Iat Seng
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Anders als Hongkong gilt die benachbarte frühere Enklave Macau als politisch stabil. Anlässlich des 20. Jahrestags ihrer Rückgabe an China wies Präsident Xi Jinping jede Einmischung „ausländischer Kräfte“ zurück.

Bei der Feierstunde zum 20. Jahrestag der Rückgabe Macaus an China sagte der chinesische Präsident Xi Jinping in der ehemaligen portugiesischen Enklave, die Führung in Peking sei „felsenfest in ihrer Entschlossenheit, die nationale Souveränität, Sicherheit und Entwicklungsinteressen zu schützen“. China werde „auf keinen Fall zulassen, dass sich ausländische Kräfte in die Angelegenheiten Hongkongs und Macaus einmischen“.

Bei der Feier, auf der auch Macaus Peking-treuer neuer Regierungschef Ho Iat Seng eingeschworen wurde, lobte Xi den Patriotismus und die politische Stabilität der Metropole. In Macau sei „ein Bewusstsein für die Nation und ein patriotischer Geist tief in den Herzen der jungen Menschen verwurzelt“. Die Loyalität gegenüber Peking sei der „wichtigste Grund“ für den wirtschaftlichen Erfolg der ehemaligen Kolonie, die als Glücksspiel-Paradies bekannt ist. Die Einnahmen aus Kasinos sind in Macau größer als in Las Vegas.

„Ein Land, zwei Systeme“

Das 650.000 Einwohner zählende Territorium wurde – ähnlich wie die frühere britische Kronkolonie Hongkong 1997 – im Dezember 1999 an China zurückgegeben. Es wird seither ebenfalls nach dem Grundsatz „ein Land, zwei Systeme“ in seinen eigenen Grenzen unter Chinas Souveränität autonom regiert.

Anders als die Menschen in der kommunistischen Volksrepublik genießen die Bewohner beider Sonderverwaltungszonen weitgehende Freiheitsrechte. Während in Hongkong seit einem halben Jahr Menschen gegen ihre Regierung und den wachsenden Einfluss der kommunistischen Pekinger Führung demonstrieren, ist es in Macau weitgehend ruhig geblieben. Experten erklären dies damit, dass Macau immer schon „chinesischer“ war als Hongkong.