Papst: Westen muss von Asien Sinn für Transzendenz lernen

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In der Kultur dieser Länder gebe es "Fingerzeig, dass sich nicht alles auf die Erde hier beschränken lässt"

 
 
 

Vatikanstadt-Tokio, 24.11.2019 (KAP) Die katholische Kirche im Westen muss nach Ansicht von Papst Franziskus von asiatischen Christen das Gespür für Transzendenz lernen. In der Kultur dieser Länder gebe es einen „Fingerzeig, dass sich nicht alles auf die Erde hier beschränken lässt“, sagte er laut der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ im Gespräch mit den japanischen Bischöfen am Samstag. „Diese Dimension der Transzendenz tut den westlichen Ländern gut. Wir haben das nötig“, so der Papst.

Als eine Kernbotschaft seines dreitägigen Aufenthalts kündigte Franziskus an, während seiner Besuche in Nagasaki und Hiroshima den Einsatz von Kernwaffen verurteilen zu wollen. Franziskus war am Samstag in Japan eingetroffen. Die Begegnung mit den Mitgliedern der Japanischen Bischofskonferenz fand in der Nunitatur in Tokio statt.

Der Bischof von Hiroshima, Alexis Mitsuru Shirahama, schenkte dem Papst laut „Osservatore“ bei dem Anlass ein Fußballshirt mit der Nummer 86 – in Anspielung auf den Atombombenabwurf am 6. August 1945. Franziskus bekannte, er habe in seiner Jugend begeistert Fußball gespielt, aber mit mäßigem Erfolg: „Sie nannten mich ‚Patadura‘, Holzbein, und stellten mich ins Tor.“