Asean-Gipfel ringt um Freihandelspakt

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Dem Asean gehören Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur und Vietnam an.

 
 
 

Die Volkswirtschaften Südostasiens wollen sich auf dem Asean-Gipfel auf einen Grundsatz für das geplante Freihandelsabkommen RCEP einigen.

Bangkok Die Staats- und Regierungschefs der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in Südostasien haben bei ihrem Gipfel in Thailand einen Rahmenplan für einen Freihandelspakt festgelegt. Man strebe zunächst und eine Grundsatzeinigung auf das Abkommen RCEP an, sagte Gastgeber und Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha zum formalen Auftakt des Asean-Gipfels am Sonntag im thailändischen Nonthaburi. Ziel sei, bis 2020 einen endgültigen Deal erzielen zu können.

Dem Asean gehören Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur und Vietnam an. Er verhandelt mit China, Japan, Südkorea, Australien, Neuseeland und Indien über die Schaffung einer Freihandelszone, die fast ein Drittel des weltweiten Handels umfassen könnte.

US-Präsident Donald Trump nimmt nicht am Asean-Gipfel teil, sondern lässt sich von seinem Nationalen Sicherheitsberater Robert O’Brien und Handelsminister Wilbur Ross vertreten. Die Entscheidung Trumps, nicht persönlich an dem Gipfel teilzunehmen, könnte von asiatischen Partnern als Brüskierung aufgefasst werden – in einer Zeit, in der China sich massiv um noch mehr Einfluss in der Region bemüht. Im vergangenen Jahr nahm Vizepräsident Mike Pence am Gipfel des Verbandes Südostasiatischer Nationen teil. China wird diesmal von Ministerpräsident Li Keqiang vertreten, Japan von Ministerpräsident Shinzo Abe.

Beim Asean-Gipfel hoffen die Teilnehmer auch auf eine Einigung mit Peking auf einen Verhaltenskodex im Umgang mit umstrittenen Gewässern im Südchinesischen Meer. Chinas Ministerpräsident Li sagte, der Volksrepublik gehe es in turbulenten Zeiten um die Wahrung der Stabilität in der Region.