Warum diese Ekel-Eier in Asien so beliebt und hier verpönt sind

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Zahlreiche Asiaten essen sie und schwören auf ihre ganz besondere Wirkung. Hierzulande sind Balut-Eier verpönt und nicht nur aus ästhetischen Gründen tabu.

 
 
 

Während sie in Europa und anderen Kontinenten als Ekel-Eier gelten, sind sie für viele Asiaten ein besonderer Leckerbissen: Die Rede ist von angebrüteten Eiern, Balut-Eier genannt, denen eine ganz besondere Wirkung zugesprochen wird. Für Tierschützer hingegen sind sie ein Gräuel.

Als unser philippinischer Guide auf unserer Luzon-Rundreise am Straßenrad ein gekochtes Enten-Ei kauft, denke ich mir zunächst nichts dabei. Als er aber wenig später das sichtbar angebrütete Ei mit dem Embryo genüsslich verzehrt, wird mir im Nu anders. Denn der Embryo ist voll ausgebildet, der Schnabel und die Federn bereits deutlich zu erkennen sind. Warum essen viele Asiaten gern solche Eier?

Balut-Eier gelten auf den Philippinen und in anderen (südost)asiatischen Ländern wie Vietnam und Kambodscha sogar als Delikatesse. Vor allem Männer sind scharf auf die angebrüteten Eier, in erster Linie, weil ihnen eine aphrodisierende und potenzsteigernde Wirkung nachgesagt wird. Wissenschaftlich ist dies jedoch nicht belegt.