Luxus in Asien läuft – trotz Handelsstreit und Aufruhr in Hongkong

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Noch ein Täschchen: Die Nachfrage nach Luxus bleibt in Asien ungebrochen

 
 
 

Anleger von Luxusgüterherstellern haben erleichtert darauf reagiert, dass die Einbußen in Asien von Kering und Moncler geringer ausgefallen sind als befürchtet. Die Aktien des Gucci-Mutterkonzerns Kering kletterten am Freitag in Paris um bis zu 10 Prozent auf ein Drei-Monats-Hoch. Die Papiere des italienischen Jackenherstellers Moncler gewannen in Mailand bis zu 8,8 Prozent.

Offenbar können weder der Handelsstreit zwischen den USA und China noch die Protestmärsche in Hongkong wohlhabende asiatische Konsumenten davon abhalten, viel Geld für Luxusartikel auszugeben. Das verlieh auch anderen Branchentiteln Rückenwind: LVMH, Hermes und Christian Dior stiegen je um knapp zwei Prozent, ebenso Swatch. Auch die Mutter der Marken Cartier und IWC Richemont legte zu.

Zwar verlangsamte sich das Umsatzwachstum von Kering im dritten Quartal erwartungsgemäß etwas. Der Konzern konnte Einbußen in Hongkong jedoch durch verstärkte Verkäufe in anderen asiatischen Märkten ausgleichen. Auch Moncler kam glimpflicher davon als gedacht. Luxusgüterhersteller verlassen sich auf Hongkong als Magnet für Touristen aus ganz Asien. Angesichts der seit Monaten andauernden Proteste gegen die Regierung haben einige jedoch Filialen in der ehemaligen britischen Kronkolonie geschlossen.