Japan: Neun Menschen sterben in schwersten Regenfällen

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Schwere Regenfaelle in Japan

 
 
 

Die zweite große Naturkatastrophe binnen zwei Wochen erschüttert Japan: Nach dem Taifun Hagibis suchten nun verheerende Regenfälle die japanische Provinz Chiba heim. Die Überlebenden sind am Rande ihrer Kräfte.

Er habe gerade sein Haus repariert, nachdem der Taifun das Dach weggeblasen hatte, sagte ein erschöpfter Japaner der Nachrichtenagentur Kyodo. Nun könne er nicht noch so eine Katastrophe ertragen. Der Büroangestellte lebt in der Präfektur Chiba, die nach den massiven Niederschlägen mindestens neun Todesopfer zu beklagen hat. Es werden auch noch Menschen vermisst.

Der Regen löste Erdrutsche und Überflutungen aus, einige Gebiete sind nur mit Hubschraubern zu erreichen. In den Städten Narata und Chonan ertranken drei Fahrer in ihren Fahrzeugen. Schlammlawinen rissen im Bezirk Midori sowie in der Stadt Ichihara mehrere Häuser weg.

Premierminister Shinzo Abe berief am Samstagmorgen eine Krisensitzung ein und forderte „äußerste Anstrengungen bei allen Rettungs- und Hilfsmaßnahmen“. Zudem müsse die Strom- und Wasserversorgung möglichst schnell wiederhergestellt werden, um das Leben der von der Katastrophe betroffenen Bewohner zu erleichtern.

Rund 3000 Menschen mussten die Nacht auf dem in Chiba gelegenen internationalen Flughafen Narita verbringen. Inzwischen sind die meisten Evakuierungsbefehle wieder aufgehoben.