Alaska Mileage Plan ändert Asien-Zwischenstopp-Regel und entwertet Singapore Airlines Sweetspot

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Cathay-Pacific-Boeing-777

 
 
 

Der Alaska Mileage Plan hat die Möglichkeit Zwischenstopps bei One-Way-Flugprämien im asiatischen Raum einzulegen, stillschweigend entfernt. Zu den Partnern des Mileage Plans, die Einlösungen innerhalb Asiens ermöglichen, gehören Cathay Pacific, Hainan Airlines, Japan Airlines und Singapore Airlines.

Für Reisen mit diesen Fluggesellschaften ist nun kein Zwischenstopp in Asien mehr möglich. Und auch ein Sweetspot, der durch den neuen Partner Singapore Airlines aufkam, wurde entfernt, beziehungsweise drastisch entwertet.

Strengere Zwischenstopp-Regeln in Asien

Quasi über Nacht wurde bei dem bei vielen Meilensammlern beliebten Programm Alaska Mileage Plan eine weitere Fussnote hinzugefügt, in der es heisst, dass Zwischenstopps bei intra-asiatischen Prämienflügen nicht (mehr) möglich sind. Diese sind so lediglich nur noch dann erlaubt, wenn der Prämienflug von oder nach Asien, in einer anderen Region beginnt, oder dort endet. In diesem Falle wäre auch wieder ein Zwischenstopp in Asien erlaubt. Als Beispiel nennt Mileage Plan hier einen Prämienflug mit Cathay Pacific von Los Angeles nach Singapur über Hongkong, wonach ein Zwischenstopp in Hongkong somit zulässig wäre.

Falscheinteilung Chinas schaffte First Class-Sweetspot

Vor ungefähr einer Woche führte der Alaska Mileage Plan ziemlich überraschend Prämieneinlösungen für das Star Alliance-Mitglied Singapore Airlines ein. Seit Einführung dieser Einlöse-Möglichkeiten, hat sich jedoch bereits schon wieder geändert, zu welcher Region China laut dem Vielfliegerprogramm gezählt wird, denn hierbei tat sich zuvor ein enorm attraktiver Sweetspot für Prämienflüge in der First Class auf. Zuvor war es demnach zum Beispiel möglich für nur 35’000 Meilen auf einem Oneway-Flug von Peking über Singapur nach Hongkong insgesamt gut zehn Stunden in der First Class-Suite von Singapore Airlines zu verbringen. Diesen Sweetspot hat der Alaska Mileage Plan nun aber kräftig entwertet und so werden für die selbe Strecke künftig 75’000 Meilen fällig.

Was sich hier geändert hat, ist, dass China für das Vielfliegerprogramm ursprünglich als Teil Südostasiens galt und jetzt als ein Teil Nordasiens gezählt wird. Dies bedeutet, dass sich die Kosten für die Einlösung in den Premiumkabinen zwischen China und Südostasien mehr als verdoppelt haben.

Etliche Betrugsfälle führen zu Einschränkungen

Die Abschaffung dieses Sweetspots und die Änderung der Zwischenstopp-Regel hat mehrere, vor allem auch nachvollziehbare Gründe: Laut Alaska Mileage Plan hat es in der Vergangenheit viele Betrugsfälle mit Prämienflügen innerhalb Asiens gegeben. Das führte zum einen dazu, dass man Prämienflug-Einlösungen innerhalb von 72 Stunden vor Abflug nicht mehr gestattete und zum anderen wurden Accounts von Mitgliedern, die keinen Status inne haben, auf eine bestimmte Anzahl beim Kauf von Meilen begrenzt. Die Betrüge kamen dabei sowohl in Form von gehackten Konten, als auch in Form von “Meilenbrokern” in Asien daher, die diese Prämientickets für Geld an andere verkauften.

Ausserdem ermöglicht der Mileage Plan – vermutlich durch technologische Einschränkungen verursacht – nach wie vor einige Routings, die mit verhältnismässig niedrigen Meilenpreisen – besonders innerhalb Asiens – und sehr offenen Regeln daherkommen, wodurch – ebenfalls besonders in Asien – das Vielfliegerprogramm ein gewisse Popularität geniesst, die dem Programm womöglich schaden könnten, da durch solche Schlupflöcher auch immer wieder Prämienflüge gebucht werden, die eigentlich nicht möglich sein sollten.

Fazit zu den Regeländerungen des Alaska Mileage Plans

Die Änderungen an den Bedingungen für Stoppover in Asien sind für manch einen sicherlich ärgerlich, aber durchaus nachzuvollziehen, ob der trickreichen bis hin zur illegalen Ausnutzung des noch immer recht frei gestalteten Vielfliegerprogramms Alaska Mileage Plan. Genauso ist auch die Abschaffung, beziehungsweise erhebliche Entwertung des Singapore Airlines-Sweetspots absolut verständlich, schliesslich wurden hier für einen gut zehnstündigen Flug in der First Class-Suite lächerlich wenige Meilen aufgerufen. Dennoch bleibt zu hoffen, dass das Programm möglichst vor weiteren Betrugsversuchen verschont bleibt, sodass hierbei nicht doch noch irgendwann gravierend negative Änderungen erzwungen werden.