Expansion Richtung Asien: Lego setzt auf neue Märkte

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Expansion Richtung Asien

 
 
 

Bei Lego geht es wieder aufwärts. Nach finanziellen Einbußen und Entlassungen haben die dänischen Klötzchenbauer wieder eine Strategie für die Zukunft: Expansion nach Asien und digitale Bauwelten.

Beim dänischen Spielzeuggiganten Lego sind die Zeiten der Zurückhaltung vorbei. Im ersten Halbjahr 2019 hat das Unternehmen wieder kräftig investiert und damit den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent von 14,3 Milliarden auf 14,8 Milliarden dänische Kronen (2,0 Mrd Euro) erhöht.

«Wir investieren in neue Läden in Teilen der Welt, in denen unsere Marke noch nicht so bekannt ist», sagte Lego-Chef Niels B. Christiansen am Dienstag bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen. «In diesem Jahr planen wir die Eröffnung von 160 neuen Lego-Filialen, 80 davon in China.» Weltweit wolle man damit auf mindestens 590 Läden kommen.

Die Investitionen von insgesamt 2,7 Milliarden Kronen (362 Mio Euro) drückten den Gewinn. Der Nettogewinn ging von 3 Milliarden auf 2,67 Milliarden Kronen (358 Mio Euro) zurück. «Angesichts der Veränderungen, denen die globale Spielwarenindustrie immer noch ausgesetzt ist, sind wir mit unserer Leistung zufrieden», sagte Christiansen. Nun sei es an der Zeit, die richtigen Investitionen für ein langfristiges Wachstum zu tätigen.

Die Klötzchen-Bauer sind wie andere Spielzeughersteller der digitalen Konkurrenz ausgesetzt und suchen nach Wegen, das kreative Bauen mit der virtuellen Welt zu kombinieren. Seit kurzem gibt es eine App, mit der interaktiv gespielt werden kann und Geister gejagt werden können. «Wir nutzen digitale Elemente, um das physische Spiel etwas spannender zu machen.» Ziel sei es, den Kindern von früh an universelle Fähigkeiten wie Kreativität, Problemlösung, Belastbarkeit und Zusammenarbeit zu vermitteln, damit sie in einer unsicheren Zukunft bestehen können, sagte Lego-Chef Christiansen.