Handelsstreit lastet auf Asiens Börsen

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Das Gebäude der Tokyo Stock Exchange in der japanischen Hauptstadt Tokio.

 
 
 

Anleger in Asien haben sich angesichts des Handelsstreit zwischen den USA und China zum Wochenauftakt zurückgehalten. Nachteilig wirkten sich auch die Entwicklungen in Europa aus.

Shanghai Asiatische Wertpapiere notierten zum Wochenauftakt nach Sorgen über den chinesisch-amerikanischen Handelsstreit mit Verlusten. Am Montag verzeichnete die Krisenwährung Gold dagegen Spitzenwerte, da der anhaltende Konflikt Sorgen befeuerte, die USA könnten in eine Rezession rutschen.

 

Im frühen Handel gab der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausgenommen Japan 0,2 Prozent nach. Australische Anteilsscheine sanken im Schnitt um 0,1 Prozent, während sich die südkoreanischen Papiere nach Verlusten zum ende vergangener Woche um 0,4 Prozent erholten. Die Märkte in Japan und Singapur blieben am Montag feiertagsbedingt geschlossen.

Die Sorgen über den Handelsstreit wurden verstärkt durch eine Warnung von Goldman Sachs vor dem wachsenden Risiko einer Rezession. Die Investmentbank ging zudem nicht mehr davon aus, dass der Handelskonflikt vor der US-Präsidentenwahl 2020 beigelegt werden könnte. Nachteilig auf den Börsenstart in Asien wirkten sich auch die Entwicklungen in Europa aus. Die britische Wirtschaft schrumpfte im zweiten Quartal überraschend zum ersten Mal seit 2012. In Deutschland ging die Industrieproduktion so stark zurück wie zum letzten mal vor neun Jahren.

Von dieser Entwicklung profitierte der Goldpreis, der zwischenzeitlich die Hürde von 1500 Dollar pro Unze übersprang und am Montag nur leicht unter dieser Schwelle lag.