Handelsstreit zwischen Japan und Südkorea verschärft sich

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Die Beziehung zwischen Japan und Südkorea ist belastet.

 
 
 

Im Handelskonflikt der beiden Länder verhärten sich die Positionen. Im Falle einer Eskalation wäre die Ausfuhr von Bestandteilen für High-Tech-Geräte gefährdet.

Tokio, Seoul. Der Handelsstreit zwischen Japan und Südkorea hat sich nach unterschiedlichen Darstellungen einer Verhandlungsrunde zur Lösung des Konflikts verschärft. Die Regierung in Tokio warf am Samstag den Südkoreanern vor, Absprachen über Verlautbarungen zu der Verhandlungsrunde am Freitag gebrochen zu haben.

Demnach waren Angaben Südkoreas nicht abgesprochen, die Vertreter der Regierung in Seoul hätten bei den Verhandlungen Japan offiziell zur Rücknahme von Exportbeschränkungen aufgefordert. Südkorea wies dies zurück. Man habe zwar darüber gesprochen, was über das Treffen gesagt werden sollte. Man habe sich aber nicht einigen können.

In der Sache geht es um Beschränkungen der Ausfuhr von drei Bestandteilen für High-Tech-Geräte nach Südkorea. Japan macht dabei Sicherheitsbedenken geltend. Der Streit könnte sich auf die weltweiten Lieferketten bei der Herstellung von Chips und Smartphone-Bildschirmen auswirken.

Bereits am Freitag hatte ein Vertreter der südkoreanischen Delegation vor Reportern erklärt, man habe die japanische Regierung zur Aufhebung der Exportbeschränkungen aufgerufen. In einer eilig einberufenen Pressekonferenz hatte daraufhin ein Vertreter des japanischen Wirtschaftsministeriums erklärt, man habe die Aufzeichnungen der Verhandlungen abgehört.

Dort gebe es keine derartige Aufforderung. Die Vertrauensgrundlage sei nun in Frage gestellt. Am Samstag bekräftigte Südkorea dagegen seine Darstellung. Am Freitag sei in aller Klarheit die Aufgabe der Restriktionen verlangt worden, sagte ein Mitarbeiter des Handelsministeriums in Seoul.

Hintergrund der unterschiedlichen Darstellungen der Verhandlungen könnten japanische Befürchtungen sein, Südkorea könnte die Bemühungen zur Beilegung des Streits für gescheitert erklären. Dann wären die Voraussetzungen gegeben, die Angelegenheit vor die Welthandelsorganisation WTO zu bringen.

Indiz dafür könnte die Weigerung Japans sein, die Gespräche am Freitag als offizielle Konsultationen zu werten. Aus Sicht der Regierung in Tokio war es nur eine Art Informationsaustausch und kein offizieller Versuch, eine Lösung zu finden.