Südwest-China: Seltener Albino-Panda fotografiert

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Foto des seltenen Albino-Pandas, aufgenommen am 20. April im Wolong-Nationalpark

 
 
 

In China ist ein seltener Albino-Riesenpanda in eine Fotofalle getappt. Bei dem Bären handelt es sich vermutlich um ein bis zu zwei Jahre altes Jungtier.

In einem Schutzgebiet im Südwesten Chinas ist es gelungen, einen seltenen Albino-Panda zu fotografieren. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag berichtete, löste das weiße Tier mit seinen roten Augen Mitte April in einem Wald in der Provinz Sichuan eine Fotofalle aus.

Das Foto belegt, dass es bei den wild lebenden Riesenpandas, deren Fell normalerweise schwarz-weiß ist, auch Albinismus gibt. Dabei handelt es sich um einen angeborenen Gendefekt, durch den der Körper Farbpigmente in der Haut und den Haaren nicht mehr oder nur noch eingeschränkt herstellen kann.

Der fotografierte Albino-Panda sei vermutlich ein bis zwei Jahre alt, zitierte Xinhua den Bärenexperten Li Sheng von der Peking University. Der Wolong-Nationalpark, in dem das Tier entdeckt wurde, erklärte auf Anfrage, weitere Einzelheiten zu dem Tier seien bisher nicht bekannt. In der Regel bleiben Jungtiere 1,5 bis drei Jahre lang bei ihrer Mutter, anschließend suchen sie sich ein eigenes Revier.

Nur noch rund 1800 Riesenpandas in freier Wildbahn

Riesenpandas zählen zu den bedrohten Tierarten und kommen in freier Wildbahn ausschließlich in China vor, wo sie mittlerweile streng geschützt werden. 80 Prozent der rund 1800 Tiere leben in den lichten Laub- und Nadelwäldern der Provinz Sichuan, der Rest in den Provinzen Shaanxi und Gansu. Hinzu kommen laut Xinhua derzeit knapp 550 Riesenpandas in Zoos auf der ganzen Welt. Bedroht sind Pandas vor allem durch den Verlust ihres Lebensraumes.

Ausgewachsen erreichen Riesenpanda eine Größe von 120 bis 150 Zentimeter. In der Wildnis werden sie Schätzungen zufolge bis zu 20 Jahre alt, in Gefangenschaft können sie mehr als 30 Jahre alt werden.

Die Tiere ernähren sich fast ausschließlich von Bambus, in freier Wildbahn sammeln sie täglich bis zu 18 Kilogramm der Pflanzen. Die Suche und das Fressen nehmen in der Regel rund zwölf Stunden ihres Tages in Anspruch, den Rest verbringen die Tiere schlafend.

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