Nordkorea: Hilferuf an die UN

0
1293

 
 
 

Nordkorea droht eine Hungersnot. Der Bericht an die Vereinten Nationen erscheint kurz vor dem Gipfeltreffen von Machthaber Kim und US-Präsident Trump. Doch die USA stellen Bedingungen für die Unterstützung.

Es fehlten rund 1,4 Millionen Tonnen Lebensmittel, heißt es in dem zweiseitigen undatierten Bericht Nordkoreas an die Vereinten Nationen. Grund dafür seien hohe Temperaturen, Dürreperioden, Fluten und UN-Sanktionen gegen das Land. Die Regierung in Pjöngjang müsse deshalb die Essensrationen für die Bevölkerung fast halbieren.

Investitionen zum Ausbau von Lebensmittelsicherheit

Die USA haben Nordkorea vor dem bevorstehenden Gipfel zwischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump erneut Wirtschaftshilfe in Aussicht gestellt, diese allerdings an Bedingungen geknüpft. Das stalinistisch geführte Land soll seine Atomwaffen abrüsten. In der kommenden Woche treffen sich Kim und Trump zum zweiten Mal, diesmal in Hanoi.

In einer Mitteilung des Weißen Hauses heißt es: „Der Präsident hat deutlich gemacht, dass für den Fall, dass Nordkorea seinem Bekenntnis zur kompletten Abrüstung Taten folgen lässt, wir daran arbeiten, dass es ökonomische Entwicklungsoptionen geben wird.“ Die USA und ihre Partner stünden bereit, um Möglichkeiten für Investitionen in Nordkorea sowie den Ausbau von Infrastruktur, den Ausbau von Lebensmittelsicherheit und mehr zu ergründen, heißt es weiter.

Unterernährung ist weit verbreitet

Nordkorea hat im vergangenen Jahr etwa 4,9 Millionen Tonnen Lebensmittel produziert, das sind rund 503.000 Tonnen weniger als 2017. Die Vereinten Nationen schätzen, dass etwa die Hälfte der nordkoreanischen Bevölkerung (circa 10,3 Millionen) Lebensmittelhilfen benötigt. Mehr als 40 Prozent sind unterernährt.