Asien-Cup – Australien verliert Auftaktspiel gegen Jordanien

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Titelverteidiger Australien hat beim Asien-Cup sein Auftaktspiel gegen Jordanien verloren. Die politischen Spannungen um das Turnier treten derweil bereits hervor.

Die von Graham Arnold trainierten Australier verloren am Sonntag (06.01.2019) gegen Jordanien durch ein Tor von Anas Bani Yaseen (26.) mit 0:1 (0:1). Vor der zweiten Partie am Freitag gegen Palästina stehen die Australier in Gruppe B damit schon unter Druck.

Bei dem Turnier in den Vereinigten Arabischen Emiraten nehmen erstmals 24 Mannschaften teil. Gespielt wird in sechs Vierergruppen, die Gruppenersten und -zweiten sowie die vier besten Gruppendritten qualifizieren sich für das Achtelfinale.

Für Bernd Stange, Trainer der syrischen Nationalmannschaft beginnt das Turnier am Sonntag mit dem Spiel gegen Palästina.

Politische Spannungen treten zutage

Deutlich werden derweil die politischen Spannungen in der Region, die auch das Turnier beeinflussen. Das Gastgeberland, die Vereinigten Arabischen Emirate, haben wie Saudi-Arabien, Bahrain und Ägypten die diplomatischen Beziehungen zu Katar unter dem Vorwurf der Finanzierung von Terrorismus abgebrochen.

Saoud al-Mohannadi ist Generalsekretär des katarischen Verbandes, vor allem aber Vize-Präsident des asiatischen Konföderation, die das Turnier ausrichtet – so wie die UEFA bei der EM. Dem Funktionär, der dem Organisationskomitee des Turniers vorsitzt, sei jedoch zeitweise die Einreise in die Emirate verweigert worden, berichtet das Portal „Inside World Football“. Nach Protesten bei der Konföderation habe al-Mohannadi aber ins Land kommen dürfen.

Fünf für katarische Zeitungen akkreditierte Journalisten aus dem Sudan, Ägypten und Jordanien haben dem Bericht zufolge derweil vergeblich auf eine derartige Wende gewartet – sie hätten die Heimreise antreten müssen.

VAE bestreiten Vorwürfe

Das lokale Organisationskomitee bestritt die Vorwürfe bezüglich des Funktionärs, al-Mohannadi sei die Einreise nie verweigert worden.

Einen Beigeschmack bekommt der Vorgang durch das derzeit laufende Rennen um die Präsidentschaft der asiatischen Konföderation. Denn neben Amtsinhaber Salman bin Ibrahim Al Chalifa (Bahrain) soll al-Mohannadi aus Katar im April als Gegenkandidat genauso antreten wie Mohammed Khalfan al-Romaithi aus den Emiraten.