Penis-Bleaching: Neuer Beauty-Trend aus Asien

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Es gibt unzählige Stellen am menschlichen Körper, mit denen man unzufrieden sein könnteHaaransatz, Nase, Lippen, Brüste, Bauch …  Asiatische Männer wollen jetzt vermehrt ihre Genitalien optimieren lassen – und dabei geht es nicht um ein paar Zentimeter mehr.

Eine Schönheitsklinik in Bangkok bietet den Eingriff an, bei dem die dunklere Haut in der männlichen Leistengegend mithilfe eines Lasers aufgehellt wird. Sozusagen ein Bleaching für Penis und Hoden.

Hierzulande ist der Wunsch nach einem derartigen Eingriff nicht weit verbreitet. Ganz anders in Thailand: Mehr als 100 Männer, meist im Alter zwischen 22 und 55 Jahren, lassen sich monatlich allein im „Lelux Hospital“ ihre privatesten Stellen aufhellen – zu einem Preis von etwa 550 Euro.

Wenn es nach Dr. Oliver Gralla, Facharzt für Urologie und Andrologie aus Köln, geht, ist so ein Eingriff „nicht zu empfehlen“ – und das, obwohl von der urologischen Seite aus keine schwerwiegenden Nebenwirkungen zu erwarten sind. Im schlimmsten Fall ist bei so einem Eingriff mit Hautreizungen oder Entzündungen zu rechnen.

Dennoch wird die Behandlung auch in Deutschland hin und wieder nachgefragt. „Pro Sitzung sind ungefähr 300 Euro zu zahlen. Manchmal sind für ein perfektes Ergebnis mehrere Sitzungen notwendig“, erklärt Dr. Afschin Fatemi, Facharzt für Dermatologie, Schwerpunkt Ästhetische Operationen aus Düsseldorf, im Gespräch mit BILD. Angst vor starken Schmerzen müssen Interessenten nicht haben, und so wird die Prozedur ohne Betäubung durchgeführt.

Im Gespräch mit BILD war es Dr. Gralla besonders wichtig, darauf hinzuweisen, dass dunklere Hautpartien im Intimbereich, wie die „Raphe“ genannte Wachstumsfuge an Penis und Hoden, vollkommen normal sind. Es besteht von urologischer Seite aus keine Veranlassung, hier einzuschreiten.