UBS geht asiatische Milliardärinnen an

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Das laufende Jahr steht bei der UBS ganz im Zeichen der Frau. Nun hat die Schweizer Grossbank in Asien erstmals einen Service ausgerollt, der spezifisch auf reiche Asiatinnen abzielt.

Bis vor Kurzem hat sich die UBS im Private Banking eher auf die reichen Männer ausgerichtet. Seit Anfang 2017 hat die Schweizer Grossbank nun auch die Frauen als wichtige Kundengruppe entdeckt und einen Fünfjahresplan präsentiert, der ganz im Zeichen der Frau steht, wie auch finews.ch berichtete.

Dazu hat die UBS in den vergangenen zwei Jahren in dafür spezifisch eingerichtete Beratungsgremien verschiedene Ansätze entwickelt und getestet, mit denen sie nun gezielt auf die Ansprüche von Kundinnen eingehen kann.

Sicherheit statt Risiko

Vor diesem Hintergrund hat die UBS in Asien, genauer in Singapur, Japan und Hongkong nun eine entsprechende Dienstleistung ausgerollt. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich hierbei um den ersten Investmentbank-Service der spezifisch auf die Finanz-Bedürfnisse reicher Asiatinnen eingeht, wie die «South China Morning Post» am Freitag berichtete.

Im Unterschied zu Männern setzen Frauen den Fokus bei ihren Investments auf Sicherheit und darauf, den Hinterbliebenen ein Erbe zu hinterlassen. Frauen nehmen somit weniger Risiko als Männer, erklärt Regional Market Manager China International Marina Lui von der UBS.

In Asien spiel die Musik

Dass der Service vorerst in Asien lanciert wurde, ist kein Zufall. Denn in den letzten zehn Jahren kamen deutlich mehr asiatische Frauen zu Reichtum als dies in Europa oder den USA der Fall war – ein Trend, der sich auch künftig bestätigen wird.

Dort werden einer Studie von UBS und des Beratungsunternehmens PwC zufolge heute 8,3 Mal mehr sehr vermögende Frauen gezählt als noch vor 20 Jahren. Ihre Zahl ist in den letzten zehn Jahren von 3 auf 25 geschnellt. In Europa belief sich der Wachstumsfaktor lediglich auf 2,7 und in den USA auf 1,7. Insgesamt knapp ein Fünftel der Milliardärinnen weltweit stammt den Angaben zufolge aus Asien.

Sie sind in der Regel jünger als ihre Pendants in anderen Erdteilen. In Europa und in den USA sind dagegen hauptsächlich Milliardärinnen anzutreffen, die ihr Vermögen geerbt haben. Zugleich stehen Milliardärinnen oft an der Spitze von Familienunternehmen. In den USA schafften 57 Prozent aktiv Vermögen, in Europa 63 Prozent und in Asien 96 Prozent