Malaysia warnt vor Gefahren von Bitcoin & Co

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Die Zentralbank in Malaysia veröffentlichte einen neuen Entwurf, der sich auf die Regulierung von Krypto-Börsen im Land bezieht. Die Regierung ruft die Bürger unter anderem dazu auf, gemeinsam gegen Geldwäsche und Terrorismus vorzugehen.

Am vergangenen Donnerstag hat die Bank Negara in Malaysia die Öffentlichkeit dazu aufgerufen, sich an den Maßnahmen gegen Geldwäsche und der Finanzierung von Terrorismus durch Kryptowährungen zu beteiligen.

Der vorgeschlagene Regulierungsentwurf sieht es vor, dass Unternehmen die Identitäten ihrer Kunden verifizieren. Ferner sollen sie jeglichen Transaktionen überwachen und verdächtige Aktivitäten an die Behörden melden. Außerdem sollen Unternehmen Statistiken zur Nutzung an die Zentralbank übermitteln.

Wenn sie angenommen werden, betreffen die Regulierungen alle Unternehmen oder Einzelpersonen, die Kryptowährungen für andere tauschen. Die Zentralbank erkennt mit diesem Schritt zwar an, dass Unternehmen mit Kryptowährungen handeln oder diese auf sonstige Weise einsetzen. Sie erkennen sie jedoch nicht als gesetzliche Zahlungsmittel an.

Der Aufruf, über solche [illegalen] Aktionen zu berichten, schließt in keiner Weise die Authorisierung, Lizenzierung, Billigung oder Validierung von jeglichen involvierten Parteien ein. Die Öffentlichkeit sei daran erinnert, dass digitale Währungen in Malaysia kein legales Zahlungsmittel darstellen. Demzufolge werden Kryptowährungen nicht aufsichtsrechtlich reguliert. Auch staatliche Richtlinien, die Finanztransaktionen und Banken betreffen, greifen hier nicht.

Auszug aus dem offiziellen Statement, freie Übersetzung

Malaysia will Transparenz schaffen

Laut Entwurf soll durch die anstehenden Regulierungen vor allem Transparenz entstehen. Damit will die Regierung illegalen Aktivitäten zuvorkommen. Bei Nichtbeachtung behalten es sich die Behörden vor, den Börsen oder Einzelpersonen die Erlaubnis zu entziehen, mit Kryptowährungen zu handeln.

Schließlich werden die Bürger ein weiteres Mal vor den bekannten Gefahren von Kryptowährungen bekannt. Dazu gehört laut Statement die hohe Volatilität und die potentielle Gefahr von Cyberattacken, die zum Verlust der Währungen führen können.

Die Lage für Kryptowährungen ist in der konstitutionellen Wahlmonarchie Malaysia also wie in so vielen Ländern im Schwebezustand. Zwar hat einer der führenden Kommunikationsanbieter i-Pmart Zahlungen in Bitcoin bereits vor einiger Zeit akzeptiert. Offizielle Stellen wie die Finanzaufsicht, haben jedoch bereits vor ICOs gewarnt – die Zentralbank nimmt diesen Tonfall jetzt ebenfalls an.