Eigentlich gibt sich Singapur ja gerne offen und zukunftsorientiert. Wenn es aber um günstige Unterkünfte geht, wird es schwierig. Warum eigentlich?


Schnell und unbürokratisch hatten die Behörden in Singapur 2015 auf die Wende im Taxigewerbe reagiert. Der Fahrdienstanbieter Uber erhielt damals grünes Licht. Mit Grab ist inzwischen zudem eine lokale Firma unterwegs, die für lebhafte Konkurrenz sorgt. Von A nach B zu gelangen, ist heute also keine Sache mehr.


Beim Übernachten wird es schon schwieriger – das heisst teurer. An luxuriösen Unterkünften wie dem «Marina Bay Sands», dem neuen «Marriott» oder dem «St. Regis» fehlt es zwar nicht. Doch in diesen Tagen, da Flüge für eine zweistellige Summe zu haben sind, herrscht Mangel an günstigen Hotelzimmern. Für die Internet-Plattform Airbnb wäre Singapur also ein fruchtbares Pflaster.


Bei der Liberalisierung der Betten fehlt den Behörden aber der Mut. In diesen Tagen stehen zwei Personen vor Gericht, die sich zu Jahresbeginn mit der Vermietung ihrer Wohnungen für weniger als sechs Monate strafbar gemacht haben. Ihnen drohen Bussen von bis zu 200 000 sing. $. Mit Wirkung ab Ende Juni 2017 hat der Gesetzgeber die Mindestmietdauer per Ende Juni zwar auf drei Monate reduziert. Doch für die typische Airbnb-Klientel ist das immer noch zu lange.


Der Wohnungsmarkt in Singapur ist ein genauso heisses Thema wie in anderen Grossstädten. Hier kommt aber dazu, dass erschwinglichem Wohnraum, dem ruhigen Zusammenleben sowie der harmonischen Durchmischung der Bevölkerung von der Regierung höchste Priorität eingeräumt wird. Ständig wechselnde Nachbarn, so argumentieren die Behörden und Stimmen aus der Bevölkerung, passen nicht zu diesem Social Engineering. Singapur ist nicht die einzige Metropole, wo sich Widerstand gegen Airbnb formiert hat. Die Hotellobby mischt da aus Eigeninteresse kräftig mit. Wer sich indessen als kosmopolitisch definiert, müsste im Zeitalter von digitalen Plattformen und Innovationen etwas mehr Mut und Kreativität aufbringen.






Über AdriaMediaGroup:

Seit 1999 bilden Online-Magazine das Fundament unseres Unternehmens. Dank unser regelmäßigen Markt- und Zielgruppenanalysen kennen wir unsere Leserinnen und Leser sehr gut und wissen genau, was diese von unseren Magazinen erwarten. Mit renommierten Nachrichtenagenturen wie dpa und AFP ergänzen wir die uns zur Verfügung stehenden Informationsquellen aus Politik und Wirtschaft. Stetig entwickeln wir unsere Magazine weiter und kreieren immer wieder neue Online-Magazine, die speziell auf das entsprechende Marktumfeld angepasst sind. Ob das kleine Nischenmagazin, ein Wirtschaftsjournal im Internet oder ein Tageszeitung im Internet. Mit über 45 Millionen Seitenaufrufen pro Monat (quelle: PIWIK September 2016), zeigt sich dass unsere aktuellen Magazine vom Publikum sehr gut angenommen werden. In den 17 Jahren unserer verlegerischen Tätigkeit mussten wir uns bis heute weder einem Abmahnverfahren stellen noch jemals einen Widerruf veröffentlichen. Entgegen anderer Verlage basiert unsere Berichterstattung auf seriöser Recherche und reinen Fakten. Wir sehen in grundsolider Berichterstattung auch heute noch die Zukunft unserer Arbeit.

Die AdriaMediaGroup ist seit 1999 auf dem internationalen Markt tätig. Derzeit publiziert die ADMG auf dem deutschsprachigen Markt über 80 Online-Magazinen aus unterschiedlichsten Themenbereichen. Alle Zeitschriften werden von unserem eigenem Redaktionsteam regelmässig aktualisiert.