USA verhängen neue Strafzölle auf Stahl aus Vietnam und China

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Im Streit um Dumpingpreise bei den Einfuhren von Stahl aus Asien gehen die USA wieder in die Offensive. Auf bestimmte Stahlprodukte aus Vietnam werden Strafzölle von bis zu 265 Prozent fällig. Davon direkt betroffen sind auch Vorprodukte aus China.

Im seit Monaten ungelösten Stahlstreit mit mehreren Ländern gehen die USA gegen Vietnam und China in die Offensive. Das US-Handelsministerium kündigte diese Woche an, auf bestimmte Stahlprodukte aus Vietnam, die aus von China bezogenen Vorprodukten hergestellt werden, Strafzölle in Höhe von bis zu 265 Prozent zu erheben.

Betroffen seien kalt gewalzte Stahlprodukte. Die Grenzbehörden seien angewiesen worden, Sicherheitsleistungen bei Einfuhr der Produkte einzubehalten. Eine endgültige Entscheidung solle im Februar 2018 fallen.

Streit richtet sich zum Teil auch gegen Europäer

US-Präsident Donald Trump hatte erst vor wenigen Wochen China und Vietnam besucht und dort auch Gespräche über die wirtschaftliche Zusammenarbeit geführt. Die Stahlimporte und der Umgang mit Überkapazitäten auf dem Weltmarkt sind seit langer Zeit ein Streitpunkt, vor allem mit China, aber auch mit Deutschland.