Zwölf Prozent Plus in einem Monat: Exporte chinesischer Waren haben im November einen ordentlichen Sprung getan. Damit hatten die Experten nicht gerechnet. Sorgen bereitet weiterhin Chinas Schuldenberg.


Der Schwung des chinesischen Außenhandels zeigt sich im November bei Einfuhren wie Ausfuhren. Die Ausfuhren stiegen zum Vorjahresmonat um 12,3 Prozent, wie aus am Freitag veröffentlichten Daten der Zollbehörde hervorgeht. Analysten hatten im Schnitt nur einen Zuwachs um 5,0 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Exporte um 6,9 Prozent gewachsen. Die Importe kletterten zum Vorjahr um 17,7 Prozent nach 17,2 Prozent im Oktober. Auch hier hatten Experten mit einem deutlich geringeren Plus gerechnet.


Die starken Handelszahlen sind ein Anzeichen dafür, dass Chinas Wirtschaft auch zum Ende des Jahres kaum an Schwung verliert. Mit einem Wachstum von 6,9 Prozent in den ersten drei Quartalen war die zweitgrößte Volkswirtschaft bislang schneller gewachsen, als erwartet. „Wir rechnen weiterhin damit, dass Chinas Binnenwirtschaft 2018 dank einer strengeren Finanzpolitik etwas abkühlen wird”, sagte Louis Kuijs, der Chef von Asia Economics bei Oxford Economics in Hongkong. ”Die Novemberdaten zeigen aber, es gibt da weiter Risiken.“


Während die meisten Konjunkturindikatoren für China ein robustes Bild zeichnen, mehren sich Warnungen vor den hohen Unternehmensschulden des Landes. Erst am Donnerstag warnte der Internationale Währungsfonds (IWF) in einem Bericht, dass das anhaltend starke Wachstum durch neue Schulden erkauft sei. So lasse der Staat zum Wohle der „sozialen Stabilität“ noch immer zu, dass unrentable Firmen künstlich mit Krediten am Leben gehalten werden, „statt sie pleite gehen zu lassen“.


Warnungen des IWF


Der IWF empfiehlt China, der Stabilität seines Finanzsystems eine höhere Priorität als Wachstumszielen einzuräumen. Vor allem bei den Regionalregierungen hätten sich hohe Schulden angehäuft, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten IWF-Bericht. Grund hierfür sei auch das Bemühen, regionale Wachstumsziele zu erreichen.


Laut IWF lagen die Unternehmensschulden in der Volksrepublik Ende 2015 bei rund 165 Prozent der Wirtschaftsleistung und seien seitdem stark gestiegen. Besonders hoch seien sie bei Staatsfirmen. Die Regierung habe Maßnahmen ergriffen, um Risiken unter Kontrolle zu bringen. „Einige der grundlegenden Probleme müssen jedoch noch vollständig behoben werden“, mahnte der IWF in seinem Bericht.


Vor dem IWF hatten jedoch schon andere Experten gewarnt, dass der kräftige Aufschwung in Chinas im laufenden Jahr durch neue Schulden erkauft sei. Wegen des lang anhaltenden starken Kreditwachstums hatte die US-Ratingagentur S&P im September die Bonitätsnote des Landes um eine Stufe auf A+ herabgesetzt, wogegen Peking protestierte.






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