Thailand: Gericht verschiebt Entscheidung über „Elefantenduell“

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Bangkok – Ein Militärgericht verschob am Donnerstag die Entscheidung, ob der 84 Jahre alte prominente Gesellschaftskritiker und Historiker Sulak Sivaraksa wegen Majestätsbeleidigung verurteilt wird.

Sulak hatte die Frage gestellt, ob eine Elefantenschlacht im Jahre 1593, bei der der thailändische König Naresuan (1555-1605) gegen einen burmesischen Prinzen kämpfte, wirklich so stattgefunden hat, wie dies in thailändischen Schulbüchern oder auch in thailändischen Filmen dargestellt wird.

Die Fragestellung wird Sulak als Majestätsbeleidigung ausgelegt, auch wenn das Gesetz, wenn man es buchstäblich interpretiert, für den König, die Königin, den Thronerben und den Regenten gilt.

Sulak beantragte die Anhörung von Historikern, das Gericht gab diesem Antrag statt. Der nächste Termin ist am 17. Januar 2018.

Am Mittwoch hatte „Der Spiegel“ ein Interview mit Sulak veröffentlicht, in dem er sagte, die Regierung wolle erreichen, dass er mit diesem Gerichtsverfahren mundtot gemacht wird.