Der Nordkoreakonflikt gefährdet amerikanische Soldatenfamilien in Südkorea, warnt US-Senator Lindsey Graham. Was bedeutet das für die Olympischen Winterspiele im Februar in Pyeongchang?


Weniger als 100 Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang ist die Lage auf der koreanischen Halbinsel angespannt. So angespannt, dass der republikanische US-Senator Lindsey Graham den Abzug von Familienangehörigen des amerikanischen Militärs aus Südkorea gefordert hat.


„Angesichts der Provokationen Nordkoreas ist es verrückt, Kinder und Ehefrauen nach Südkorea zu schicken“, sagte Graham im Fernsehsender CBS. Er glaube, dass nach den jüngsten nordkoreanischen Raketentests die Gefahr eines militärischen Konflikts zwischen den USA und Nordkorea gestiegen ist.


Nordkorea hatte am Mittwoch vergangener Woche eine neuartige Rakete des Typs Hwasong-15 getestet und ist nach Angaben der Führung in Pjöngjang nun in der Lage, das gesamte Festland der USA mit Atomsprengköpfen anzugreifen. Es war der 19. Raketentest in diesem Jahr, im September hatte Nordkorea zudem zum sechsten Mal einen Atomtest durchgeführt.


Als Antwort auf diese Provokationen hatte der Uno-Sicherheitsrat zahlreiche Sanktionen verhängt, Wirkung gezeigt haben diese aber bisher nicht. China mahnt unterdessen zu einer geschlossenen Haltung. Die Regierung in Peking sei offen für verschiedene Lösungen, sagte der chinesische Außenminister Wang Yi vor Journalisten. Aber alle Beteiligten sollten sich abstimmen.


Damit steht US-Präsident Donald Trump unter verstärktem Handlungsdruck. Am Montag begannen die USA und Südkorea ihr bislang größtes gemeinsames Luftmanöver, bei dem nach Angaben der US-Armee die Einsatzbereitschaft auf der koreanischen Halbinsel getestet werden soll.


An dem fünftägigen Manöver „Vigilant Ace“ (wachsames Ass) der amerikanischen und südkoreanischen Streitkräfte sollen nach Militärangaben mehr als 230 Kampfflugzeuge einschließlich F-35-Tarnkappen-Jets der USA sowie etwa 12.000 Soldaten teilnehmen.


Nordkoreas Führung bezeichnete Trump am Sonntag als „verrückt“ und erklärte, dass die Übungen die Region an den „Rand eines Atomkriegs“ brächten.


Bislang hat der Konflikt keine Auswirkungen auf die Winterspiele im nur 80 Kilometer von der innerkoreanischen Grenze gelegenen Pyeongchang. Bereits im September erklärte IOC-Präsident Thomas Bach: „Die Position des IOC ist genauso unverändert wie unser Vertrauen.“ Er habe den festen Glauben „an eine diplomatische Lösung und an den Frieden“.


Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sagte dem Berliner „Tagesspiegel“ vor wenigen Tagen, er halte die Wahl Südkoreas als Austragungsort trotz des eskalierenden Konflikts für richtig. Alles andere wäre eine „Kapitulation“, so Schäuble. „Eigentlich war ja immer der Grundgedanke, wenigstens während der olympischen Spiele den Frieden zu halten. Darin liegt ja auch eine Chance.“






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