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Thailand: Behörden in Sa Kaeo verstärken Kampf gegen Menschenhandel

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Sa Kaeo – Lokale Behörden der östlichen Grenzprovinz Sa Kaeo haben angekündigt den Kampf gegen Menschenhandel durch eine Reihe neuer Maßnahmen mit Unterstützung der Regierung, des Militärs und diversen Stiftungen in den kommenden Jahren zu verstärken.

Ronarong Nakhonjinda, stellvertretender Gouverneur der Provinz, leitete den Vorsitz einer entsprechenden Sondersitzung der Menschenrechtskommission zur Verhütung und Unterdrückung von Menschenhandel, an der sowohl Beamte des Innenministeriums und des Ministeriums für soziale Entwicklung und menschliche Sicherheit, als auch Vertreter des Militärs, der Polizei und des privaten Sektors teilnahmen.

Eingeleitet wurde die Sitzung mit einer Zusammenfassung der Maßnahmen und deren Ergebnisse aus 2016 im Kampf gegen die verschiedenen Gesichter des Menschenhandels. Die vorerst für 2018 bis 2020 geplanten Maßnahmen haben vor allem zwei Bereiche im Visier:

1. Banden von Schleusern, die illegale Arbeitnehmer zu überteuerten Konditionen aus Kambodscha durch die Wälder an der Grenzstadt Aranyaprathet zum berüchtigten Rong Klua Markt führen, wo sich inzwischen ein florierender Schwarzmarkt für die Vermittlung von Arbeitern an die Kontaktpersonen großer Bauunternehmen an der Ostküste und der Zentralregion entwickelt hat.

2. Agenturen und Kuppler, die kambodschanische Frauen und Kinder mit vielversprechenden — aber frei erfundenen — Jobangeboten in die Zwangsprostitution zu locken versuchen. Einmal dort angekommen, gibt es für viele der Opfer kein Entkommen mehr, da ihnen ihre Papiere abgenommen und sie wie Sklaven gehalten werden.

In beiden Fällen sollen die Medien verstärkt eingespannt werden, um eine “aufklärende Funktion” zu übernehmen und das Bewusstsein gegen Menschenhandel zu schärfen. Das dahinter stehende Konzept soll vom Ministerium für soziale Entwicklung und menschliche Sicherheit mit Unterstützung der Thammast Universität entwickelt bzw. geliefert werden.