Nach der gewaltigen Explosion in der chinesischen Stadt Ningbo gibt es erste Erkenntnisse, wie es zu dem Unglück kommen konnte: Die Detonation ereignete sich Behörden zufolge in einer Klärgrube.


Einen Tag nach der mächtigen Explosion auf einem chinesischen Fabrikgelände in Ningbo kommen die Behörden der möglichen Ursache auf die Spur: Sicherheitskräfte hätten „bestätigt, dass das Epizentrum der Explosion in einer Klärgrube auf einem freien Feld lag“, teilte die örtliche Regierung mit.


In Klärgruben können sich die hochentzündlichen Substanzen Methan und Schwefelwasserstoff bilden. Ermittler schlossen die Möglichkeit einer Gasexplosion dagegen aus. Denn auf dem Areal gebe es keine Gasleitungen oder Ähnliches, wie die Zeitung „South China Morning Post“ berichtet. Die Behörden versuchen demnach weiter, die Ursache der Detonation genauer herauszufinden. Die Unglücksstelle werde weiträumig abgesperrt.


Die Behörden korrigierten außerdem die Opferzahlen. Demnach kamen bei der Explosion zwei Menschen ums Leben und – anders als zuvor angegeben – werden noch zwei weitere Menschen vermisst. Die Zahl der Verletzten wurde auf 19 nach unten korrigiert. Vier davon seien schwer verletzt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Zuerst war von 30 Verletzten die Rede gewesen.


Anwohner haben mit Aufräumarbeiten begonnen. Durch die Wucht der Explosion waren in Ningbo mehrere nahegelegene Häuser eingestürzt, andere wurden schwer beschädigt. Überall lagen Trümmer, Mauersteine und Gitter herum. Im Umkreis von einem Kilometer barsten die Fensterscheiben. Viele Dächer wurden abgedeckt. Insgesamt waren mehr als 360 Haushalte betroffen, heißt es in dem Bericht der „South China Morning Post“.


Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP beschrieb den Ort als heruntergekommenes, ehemaliges Industriegelände. Einige Anwohner sagten, in den leer stehenden Gebäuden hätten zugereiste Menschen gehaust, andere bestritten dies.


Industrieunfälle sind keine Seltenheit in China, wo Sicherheitsvorschriften meist locker gehandhabt werden. Im Jahr 2015 waren in der nördlichen Hafenstadt Tianjin 165 Menschen bei heftigen Explosionen ums Leben gekommen. Im Oktober 2016 starben bei einer Explosion in einer Wohnanlage in Shaanxi mindestens 14 Menschen. Im Juni kamen in einem Chemiewerk in Shandong 14 Menschen ums Leben.






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