China will im zentralasiatischen Tadschikistan für 1,6 Milliarden US-Dollar (1,36 Mrd Euro) ein Hightech-Aluminiumwerk errichten und so seinen Einfluss in dem Land ausbauen. Der staatliche Aluminiumkonzern Talco und das chinesische Unternehmen Yunnan Construction hätten einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet, teilte Talco am Freitag in Tadschikistans Hauptstadt Duschanbe mit.


Der Bau soll demnach 2018 beginnen und anderthalb Jahre dauern. Angestrebt ist eine Jahresleistung von 503 000 Tonnen Metall. Der Verbrauch von Strom und Rohstoffen wie Tonerde und Kryolith soll im neuen Werk mithilfe modernster Technik massiv gesenkt werden.


Talco ist aus der zu Sowjetzeiten vor 43 Jahren gegründeten Tadschikischen Aluminiumfabrik hervorgegangen. Das Unternehmen gilt als größter Aluminiumproduzent in Zentralasien. Zwischen Januar und September produzierte Talco in diesem Jahr nach eigenen Angaben 76 000 Tonnen Aluminium.


China versucht seit Jahren, mit großen Infrastrukturprojekten seinen Einfluss auf Zentralasien zu stärken. Erst im Juli verkündete die Volksrepublik, den Neubau des Parlaments in Tadschikistan mit 230 Millionen Dollar (knapp 200 Millionen Euro) zu finanzieren.






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