Massengräber in Indonesien entdeckt

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In Indonesien sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten neue Massengräber aus der Zeit der Kommunisten-Verfolgung entdeckt worden.

Nach Angaben der Organisation 1965 Victims Group, befinden sich auf der Insel Java in Indonesien 16 Stätten mit rund 5000 Opfern der antikommunistischen Verfolgungen der Jahre 1965-1966.

Die teilte die Organisation am Donnerstag in Jakarta mit. Historiker gehen davon aus, dass damals bis zu einer halben Million Anhänger der Indonesischen Kommunistischen Partei von Soldaten und Milizionären getötet wurden.
Zu jener Zeit kam General Suharto an die Macht, der den südostasiatischen Inselstaat drei Jahrzehnte lang mit harter Hand regierte. Er machte die Kommunisten für einen fehlgeschlagenen Staatsstreich verantwortlich. Im Zuge der Verfolgungskampagne wurde er Staatschef.

Obwohl es sich um einen der blutigsten Vorgänge zu Zeiten des Kalten Kriegs handelte, war das Thema in Indonesien lange Zeit tabu. Vergangenen Monat freigegebene diplomatische US-Akten belegen, dass die USA Kenntnis von den tödlichen Verfolgungskampagnen hatten. Ein US-Diplomat beschreibt das gewaltsame Vorgehen der Armee als «umfassendes Abschlachten».