Schulen in Japan fordern von Kindern schwarze Haare

0
745
High school students wearing summer uniforms due to a seasonal change of clothing go to school in Abeno Ward, Osaka on May 8, 2017. ( The Yomiuri Shimbun via AP Images )

OSAKA. In Japan löst die Diskriminierung von Schülern mit nicht schwarzer und damit „nicht korrekter“ Haarfarbe Unmut aus.

In der Provinz Osaka wurde eine Oberschülerin deswegen von Lehrerseite dazu gezwungen, ihre von Natur aus braunen Haare schwarz zu färben, anderenfalls dürfe sie nicht zur Schule kommen. Die 18-Jährige klagte daraufhin. Der Prozess bringe zunehmend Wirbel, berichtete die Tageszeitung „Yomiuri Shimbun“. Es gebe Vorwürfe, solche Vorschriften zu den Haaren der Kinder sei Mobbing und eine Verletzung der Menschenrechte. Die Schulbehörde befrage nun 138 Schulen in der Region, ob und wie sie solche Haarvorschriften jeweils durchsetzen.

Entgegen dem im Westen verbreiteten Klischee, wonach alle Japaner von Natur aus schwarze glatte Haare haben, gibt es auch Japaner, die mit braunen oder gewellten Haaren zur Welt kommen. Dabei handelt es sich nicht nur um Kinder aus gemischten Ehen.