Am 11.11. fließt das Geld den Chinesen vom Konto wie an keinem anderen Tag. Dann beschenken sich die Singles selbst. Dieses Jahr wurden die alten Rekorde schon am Mittag übertroffen. Schuld ist ein Online-Händler.


Ein Zeichen der ungebrochenen Konsumlust in China: Die Onlinehändler des Landes haben beim „Singles Day“ neue Verkaufsrekorde aufgestellt. Am 11. November liefern sie sich seit einigen Jahren die größte Rabattschlacht des Landes. Alibaba, Chinas größter Internethändler, stellte mit Verkäufen im Wert von 120,7 Milliarden Yuan (15,7 Milliarden Euro) am Samstag bereits bis zur Mittagszeit seinen Rekord aus dem Vorjahr ein. Bis zum Abend meldete Alibaba einen Umsatz von 168 Milliarden Yuan (rund 22 Milliarden Euro) – 40 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.


Zu den größten Gewinnern des Kaufrauschs zählten Nike, Xiaomi und Uniqlo.


Warum ausgerechnet am 11. November?


Warum ausgerechnet der 11. November der Singles Day ist, dazu gibt es zwei Erklärungen. Die eine: Das Datum „11/11“ erinnert an die chinesischen Schriftzeichen für kahle Zweige – und die wiederum sind eine Metapher für Singles. Die andere: Die Zahl „1“ an sich sei schon Erinnerung genug ans Single-Dasein.


Ausgehend von der Universität in Nanjing bürgerte es sich in China ein, dass Singles an diesem Tag ihre Eigenständigkeit feiern – als kleinen Protest dagegen, dass unverheiratete Chinesen häufig von ihren Eltern dazu gedrängt werden, endlich einen Partner zu finden.


Inzwischen nutzt Alibaba den Tag für eine Party. Die Schauspielerin Nicole Kidman steht auf der Bühne, ebenso Tennisspielerin Maria Sharapova und der Rapper Pharrell Williams – gleichzeitig gibt es Rabatte. Die Singles sollen sich selbst beschenken. Und das tun sie.


Tante-Emma-Läden werden Paket-Abholstationen


Auch JD.com, ein anderer großer Händler, startete gut in den wichtigsten Online-Verkaufstag des Jahres. In den ersten 30 Minuten habe der Konzern Klimaanlagen im Wert von umgerechnet 65 Millionen Euro verkauft – soviel wie am gesamten „Singles Day“ 2016. Die Umsätze mit Lebensmitteln stiegen in der ersten Stunde um 350 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.


Auch die Händler haben sich vorbereitet: Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass Alibaba-Teams in mehr als 600.000 Tante-Emma-Läden neue Computersysteme installiert hätten – schlicht, damit der Internethändler seine Pakete dorthin liefern kann. Insgesamt erwartete Alibaba-Chef Mike Evans, dass mehr als 700 Millionen Pakete an die 1,4 Milliarden Chinesen geliefert werden. Jetzt denkt er darüber nach, den Tag auch ins Ausland zu bringen.






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