Kims langer Arm: Nordkoreanische Schulen in Japan

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Lernen unter dem Porträt von Kim Il-Sung: In dieser japanischen Schule gehört das zum Alltag.

Überall koreanische Schriftzeichen, an den Wänden Porträts von Kim Jong-il und Kim Il-sung sowie Schüler, die im Pausenhof Taekwondo üben: Man könnte meinen, man befände sich irgendwo in Nordkorea. Doch diese Schule steht mitten in der japanischen Hauptstadt Tokio. Unterrichtet wird hier auf Koreanisch, aus Pjöngjang fliesst auch Geld in die Schule.

Schon seit Jahren ist die Schule, eins von ingesamt zehn Lerninstituten mit Bindungen zu Nordkorea, umstritten. Wie «CNN» 2013 berichtete, verweigere die japanische Regierung den sogenannten «Pro-Pjöngjang-Schulen» die finanzielle Unterstützung. Deswegen fördere das nordkoreanische Regime seine Auslandsschulen in Japan schon seit Jahren finanziell. Ziel der Schulen sei es, den Schülern Wissen über Nordkorea zu vermitteln, sie aber auch auf ein Leben in Japan vorzubereiten.

Korea war von 1910 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 eine japanische Kolonie. Viele Koreaner wurden während der Besatzungszeit nach Japan verschleppt, noch heute leben dort rund 500’000 Koreaner.