Donald Trump in Asien: Nordkorea Konflikt allgegenwärtig

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Während Trump in China auf Xi Jinping trifft, plant die US-Flotte im Pazifik weitere Manöver-Übungen. Die nordkoreanischen Staatsmedien fordern Trumps Absetzung.

Zum Auftakt des zweiten Besuchstages von Donald Trump in Peking hat Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping die militärische Ehrengarde für den US-Präsidenten aufmarschieren lassen. Der US-Präsident Donald Trump hat für eine engere Zusammenarbeit mit der Volksrepublik ausgesprochen: Beide Staaten seien in der Lage, die Probleme der Welt zu lösen, sagte Trump. So gebe es auch im Konflikt mit Nordkorea eine Lösung.

Auch beim Handel äußerte sich Trump zuversichtlich: Dieser sei zwar unter früheren US-Regierungen aus dem Lot geraten. Die Handelsbeziehungen würden aber künftig für beide Seiten fair sein. Nach der offiziellen Willkommenszeremonie wollten beide Präsidenten ihre formellen Gespräche in der Großen Halle des Volkes aufnehmen und sich mit Wirtschaftsvertretern treffen. Trump und Xi Jinping hatten bereits am Vortag informelle Gespräche im privaten Rahmen geführt.

Während der Konflikt über Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramm im Mittelpunkt der Gespräche in China stehen wird, hat das US-Militär angekündigt, zum ersten Mal seit zehn Jahren ein Flottenmanöver mit drei Flugzeugträgern im Westpazifik zu planen. Admiral Scott Swift sagte, dass entsprechende Übungen von Samstag bis Dienstag in der Region statt finden würden. Sie seien ein klares Zeichen dafür, dass sich die Marine „eisern“ für Sicherheit und Stabilität einsetze.

US-Präsident Trump hatte Anfang der Woche vor der Nationalversammlung in Südkorea für ein entschlossenes Vorgehen gegen Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm geworben. Die Reaktion darauf folgte am Mittwoch, als  die nordkoreanischen Staatsmedien die Absetzung des Präsidenten forderten. Die USA sollten den „verrückten alten Mann“ aus dem Amt werfen, um den „Abgrund des Unheils“ loszuwerden. Sie rieten den USA, den Rat zu befolgen, „falls sie kein schreckliches nukleares Desaster und tragisches Unheil wollen“.

Forderung nach mehr Druck von China

In seiner Rede vor dem südkoreanischen Parlament zeichnete Trump in einer gut halbstündigen Ansprache den scharfen Kontrast zwischen einem freien, prosperierenden Südkorea und einem völlig verkommenen, am Boden liegenden Norden. „Nordkorea ist ein Land, das wie eine Sekte regiert wird“, sagte der US-Präsident und kritisierte die Menschenrechtsverletzungen dort. „Nordkorea ist eine Hölle, die kein Mensch verdient.“

Trump wandte sich auch direkt an den nordkoreanischen Führer Kim Jong Un. „Deine Waffen machen dich nicht sicherer, sondern gefährden dein Regime“, sagte er. „Nordkorea ist nicht das Paradies, das dein Großvater sich vorgestellt hat.“ Die USA suchten zwar keine Konfrontation, „aber wir werden niemals davor davonlaufen“, sagte Trump.

Der Präsident forderte internationale Unterstützung für seinen Kurs ein und rief insbesondere neben Russland auch China auf, sich dem Atom- und Raketenprogramm des kommunistischen Landes entgegenzustellen. China ist nach Japan und Südkorea die dritte Station auf Trumps knapp zweiwöchigen Asienreise.  Trump fordert von Xi, wegen der nordkoreanischen Atomtests härter gegen die Regierung in Pjöngjang vorzugehen.