Druck auf China und Russland


Gleichzeitig versuchte er, den Druck auf seine kommenden Gesprächspartner, Chinas Staatschef Xi Jinping und Russlands Präsidenten Wladimir Putin zu erhöhen. Alle Nationen müssten die Regeln des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen umsetzen und den Handel wie Geschäfte mit Nordkorea gänzlich einstellen, forderte Trump. „Es ist inakzeptabel, dass Nationen helfen, ein immer gefährlicheres Regime zu bewaffnen und zu finanzieren.“


Mit dem Zusammentreffen mit Moon hat Trump das erste Drittel seiner Reise hinter sich gebracht, ohne für größere Aufregung bei seinen Gästen zu sorgen. Vielmehr hat er bisherige Spannungen verringert und versucht, Nordkorea einen festen Schulterschluss mit seinen Alliierten Japan und Südkorea zu demonstrieren. Selbst seine handelspolitische Amerika-First-Politik stellte er zurück. Stattdessen überschüttete er seine Gastgeber über Twitter geradezu mit Lob.


Allerdings ist Trumps Südkorea-Reise noch nicht vorbei. Morgen spricht er als erster US-Präsident seit 24 Jahren vor Südkoreas Parlament. Dann fliegt er zu dem eigentlichen Höhepunkt seiner Reise weiter: nach China. Dort wird er versuchen, Xi Jinping dazu zu überreden, mehr Druck auf Nordkorea auszuüben.


Am Ende der Reise will Trump auch Russlands Präsident Wladimir Putin in seine Anti-Nordkorea-Front ziehen. Und gibt sich optimistisch: „Letztlich wird es klappen“, sagte Trump. „Denn es klappt immer. Es hat zu klappen.“