Viele Hunderttausend Rohingya sind vor der Gewalt von Regierungstruppen aus dem Bundesstaat Rakhine geflohen. Aung San Suu Kyi macht sich nun erstmals ein Bild der Lage.


Zum ersten Mal seit Beginn des Konflikts um die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmar ist die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi in die Krisenregion Rakhine gereist. Sie sei am Donnerstagmorgen in Sittwe, der Hauptstadt von Rakhine, angekommen und werde weiter in den Norden des Bundesstaates reisen, teilte ein Regierungssprecher mit. Es handle sich um eine Tagesreise, aus Sicherheitsgründen war der Besuch nicht angekündigt worden.


In der Region Rakhine in Myanmar leben etwa eine Million Rohingya.


Es ist der erste offizielle Besuch der Friedensnobelpreisträgerin in Rakhine. Seit August flohen von dort mehr als 600.000 Angehörige der Rohingya vor der Gewalt myanmarischer Regierungstruppen. Suu Kyi führt die Regierung Myanmars und war international kritisiert worden, dass sie der Militärgewalt gegen die Rohingya keinen Einhalt gebot und sich lange nicht zu den Vorfällen äußerte.


Der Konflikt zwischen der überwiegend buddhistischen Bevölkerung Myanmars und der muslimischen Minderheit der Rohingya war im August eskaliert. Rohingya-Rebellen hatten Soldaten und Polizisten attackiert, das Militär reagierte gewaltsam und tötete Hunderte Menschen. UN-Ermittler berichteten von Gewaltverbrechen gegen die muslimischen Rohingya, darunter Massentötungen, Vergewaltigungen und Brandschatzungen. Das Vorgehen der staatlichen Streitkräfte stuften die Vereinten Nationen als ethnische Säuberungen ein.


Viele Rohingya leben derzeit in Flüchlingslagern im Nachbarland Bangladesch. Der Hilfsorganisation Save the Children zufolge leide dort jedes vierte Kind an akuter Mangelernährung.






Über AdriaMediaGroup:

Seit 1999 bilden Online-Magazine das Fundament unseres Unternehmens. Dank unser regelmäßigen Markt- und Zielgruppenanalysen kennen wir unsere Leserinnen und Leser sehr gut und wissen genau, was diese von unseren Magazinen erwarten. Mit renommierten Nachrichtenagenturen wie dpa und AFP ergänzen wir die uns zur Verfügung stehenden Informationsquellen aus Politik und Wirtschaft. Stetig entwickeln wir unsere Magazine weiter und kreieren immer wieder neue Online-Magazine, die speziell auf das entsprechende Marktumfeld angepasst sind. Ob das kleine Nischenmagazin, ein Wirtschaftsjournal im Internet oder ein Tageszeitung im Internet. Mit über 45 Millionen Seitenaufrufen pro Monat (quelle: PIWIK September 2016), zeigt sich dass unsere aktuellen Magazine vom Publikum sehr gut angenommen werden. In den 17 Jahren unserer verlegerischen Tätigkeit mussten wir uns bis heute weder einem Abmahnverfahren stellen noch jemals einen Widerruf veröffentlichen. Entgegen anderer Verlage basiert unsere Berichterstattung auf seriöser Recherche und reinen Fakten. Wir sehen in grundsolider Berichterstattung auch heute noch die Zukunft unserer Arbeit.

Die AdriaMediaGroup ist seit 1999 auf dem internationalen Markt tätig. Derzeit publiziert die ADMG auf dem deutschsprachigen Markt über 80 Online-Magazinen aus unterschiedlichsten Themenbereichen. Alle Zeitschriften werden von unserem eigenem Redaktionsteam regelmässig aktualisiert.