Der chinesische Einkaufsmanagerindex ist im Oktober auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten gefallen. Als Ursache gelten Auflagen gegen Luftverschmutzung. Asiens Börsen legten am Dienstag trotzdem zu.


Tokio. Trotz enttäuschender Industriedaten aus China haben Asiens Börsen am Dienstag überwiegend zugelegt. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 0,4 Prozent im Plus. In Seoul schloss der Aktienmarkt 0,9 Prozent höher auf einem Rekordhoch. Die Regierungen Südkoreas und Chinas hatten sich zuvor auf eine Normalisierung ihrer Beziehungen verständigt, die zuletzt durch die Stationierung eines US-Raketenabwehrsystems in Südkorea belastet wurden.


In Tokio ging der Leitindex Nikkei unverändert bei knapp 22.012 Punkten aus dem Handel. Auf die Stimmung drückte ein Medienbericht, wonach im US-Kongress über eine etwas langsamere Senkung der Unternehmenssteuern nachgedacht wird als von Präsident Donald Trump geplant, wie Händler erläuterten. Zudem hielten sich die Investoren vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch zurück. Zu den Verlieren gehörte der Telekomkonzern Softbank, dessen Kurs um 4,6 Prozent einbrach. Insidern zufolge stecken die Gespräche über eine Fusion der US-Mobilfunktochter Sprint mit der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US in einer Sackgasse. Die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ berichtete sogar, sie seien geplatzt.


In China sank der Standardwerteindex CSI300 0,1 Prozent. Das Wachstum der chinesischen Industrie kühlte sich im Oktober überraschend kräftig ab. Als Ursache dafür gelten härtere Auflagen im Kampf gegen die Umweltverschmutzung. Der amtliche Einkaufsmanagerindex fiel im Oktober um 0,8 auf 51,6 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Daten des Statistikamtes hervorgeht. Experten hatten nur mit einem Rückgang auf 52,0 Punkte gerechnet, nachdem es im Vormonat noch den höchsten Wert seit fünf Jahren gegeben hatte. Das Barometer hielt sich aber den 15. Monat in Folge über der 50-Punkte-Marke, ab der es Wachstum anzeigt.


„Einige Regionen haben in dem Monat ihre Auflagen gegen die Luftverschmutzung verschärft“, begründete Zhao Qinghe vom Statistikamt den Rückgang. „Unternehmen haben deshalb ihre Produktion angepasst, gestoppt oder gestaffelt.“ Dadurch habe sich insbesondere das Wachstum in energieintensiven Branchen verringert. Die Regierung in Peking versucht ohnehin, veraltete Fabriken zu schließen und die Industrie qualitativ zu verbessern.


Im Oktober nahm der Umfrage zufolge auch die Auslandsnachfrage nach chinesischen Waren ab. Die Importe wuchsen ebenfalls langsamer. „Die Wachstumsdynamik hat sich im Oktober verringert“, betonten Analysten der Bank Nomura. Sie gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im laufenden vierten Quartal nur noch um 6,6 Prozent wachsen wird. Die chinesische Wirtschaft war in den ersten neun Monaten des Jahres mit 6,9 Prozent überraschend kräftig gewachsen. Sie profitierte von staatlichen Infrastrukturprojekten, einem stabilen Immobilienmarkt, höheren Absatzpreisen und einem anziehenden Export. Der Kampf gegen den Winter-Smog schürt allerdings Sorgen vor einer Konjunkturabschwächung zum Jahresende.






Über AdriaMediaGroup:

Seit 1999 bilden Online-Magazine das Fundament unseres Unternehmens. Dank unser regelmäßigen Markt- und Zielgruppenanalysen kennen wir unsere Leserinnen und Leser sehr gut und wissen genau, was diese von unseren Magazinen erwarten. Mit renommierten Nachrichtenagenturen wie dpa und AFP ergänzen wir die uns zur Verfügung stehenden Informationsquellen aus Politik und Wirtschaft. Stetig entwickeln wir unsere Magazine weiter und kreieren immer wieder neue Online-Magazine, die speziell auf das entsprechende Marktumfeld angepasst sind. Ob das kleine Nischenmagazin, ein Wirtschaftsjournal im Internet oder ein Tageszeitung im Internet. Mit über 45 Millionen Seitenaufrufen pro Monat (quelle: PIWIK September 2016), zeigt sich dass unsere aktuellen Magazine vom Publikum sehr gut angenommen werden. In den 17 Jahren unserer verlegerischen Tätigkeit mussten wir uns bis heute weder einem Abmahnverfahren stellen noch jemals einen Widerruf veröffentlichen. Entgegen anderer Verlage basiert unsere Berichterstattung auf seriöser Recherche und reinen Fakten. Wir sehen in grundsolider Berichterstattung auch heute noch die Zukunft unserer Arbeit.

Die AdriaMediaGroup ist seit 1999 auf dem internationalen Markt tätig. Derzeit publiziert die ADMG auf dem deutschsprachigen Markt über 80 Online-Magazinen aus unterschiedlichsten Themenbereichen. Alle Zeitschriften werden von unserem eigenem Redaktionsteam regelmässig aktualisiert.