In Thailand dürfen Soldaten auch Hausdiener sein

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Bangkok – Die Armee hat sich gegen Vorwürfe verteidigt, wonach es nicht statthaft sein soll, Wehrpflichtige in den Häusern von Offizieren als Diener oder Haushaltshilfen einzusetzen.

Laut Armee sind die Wehrpflichtigen mit dieser Aufgabe, die mit der Landesverteidigung eher nichts zu tun hat, einverstanden. Außerdem gebe es laut Armee weniger Soldaten-Haushaltshilfen als früher.

Nachdem mehrere Fälle bekannt wurden, in denen Wehrpflichtige wegen mutmaßlich schlechter Hausarbeit von ihren Vorgesetzten bestraft wurden, zeigte sich die Öffentlichkeit besorgt über diese Praxis.

Die Nationale Menschenrechtskommission (NHRC) rief die Armee dazu auf, davon Abstand zu nehmen, Wehrpflichtige zur Hausarbeit in Häusern von Offizieren heranzuziehen.

Die stellvertretende Armeesprecherin Oberst Sirichan Ngathong sagte, dass Wehrpflichtige ihr Einverständnis geben müssten, bevor sie zur Hausarbeit abkommandiert würden.

Armeesprecher Oberst Winthai Suvaree erklärte, dass die meisten Häuser der Vorgesetzten innerhalb von Kasernen gelegen seien. Die Wehrpflichtigen, die in diesen Häusern arbeiten, könnte man nicht Soldatendiener nennen. Sie arbeiteten zwar für ihre Vorgesetzten, seien aber immer noch im Dienst.

Wehrpflichtige erhalten ein durchschnittliches Monatsgehalt von 10.000 Baht. Die in Haushalten arbeitenden Wehrpflichtigen können sich etwas hinzuverdienen, aber hier handelt es sich lediglich um Trinkgelder, wenn ihre Vorgesetzten zufrieden waren.

Die Offiziere sparen demnach das Geld für Haushaltshilfen. Dass es sich daher um eine Form von Korruption handelt, wurde von der NHRC nicht moniert.