Nordkorea kündigt Freilassung von südkoreanischen Fischern an

0
556

Die in Nordkorea seit einer Woche festgehaltene Besatzung eines südkoreanischen Fischkutters soll wieder freikommen. Die Regierung in Pjöngjang habe dies aus humanitären Gründen beschlossen, meldete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Freitag.

Die «391 Hungjin» war am Samstag nordkoreanischen Angaben zufolge «absichtlich» in Gewässer des kommunistischen Staates im «Koreanischen Ostmeer» eingedrungen, berichtete KCNA. «Koreanisches Ostmeer» ist Nordkoreas Bezeichnung für das Japanische Meer. Die Besatzung habe demnach ihr Vergehen offen zugegeben, sich mehrmals entschuldigt und um Nachsicht gebeten.

Das Schiff sollte am Freitag um 18 Uhr Ortszeit (11.30 Uhr MESZ) an der militärischen Grenzlinie wieder in südkoreanische Gewässer zurück geschickt werden. Medienberichten zufolge hat das Schiff eine Besatzung von zehn Mann.

Die Spannungen in der Region schaukeln sich nach neuen Raketen- und Atomtests Pjöngjangs und Militärübungen von Nord- und Südkorea seit Monaten hoch. Derzeit besucht US-Verteidigungsminister James Mattis Südkorea. Präsident Donald Trump wird am 7. November beim Verbündeten erwartet.