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Philippinen: Regierung meldet Tod von Islamisten-Anführer

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(FILES) This undated file image grab taken from handout video released by the Philippine Army on June 18, 2017 shows Isnilon Hapilon (2nd L), leader of the hardline Abu Sayyaf group, looking on at an improvised map of Marawi with Abdullah Maute (front R), the brother of Omar Maute and who are both founders of the Maute group, as they plan an attack at an undisclosed location on Mindanao island. A top leader of an Islamic militant group who is on the United States' list of "Most Wanted Terrorists", Isnilon Hapilon, has been killed in the battle to reclaim a southern Philippine city, the defence minister said on October 16, 2017. / AFP PHOTO / Philippine Army / Handout / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / PHILIPPINE ARMY" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS

Die Führungsriege der IS-nahen Islamisten in den Philippinen ist offenbar zerschlagen: Nach Regierungsangaben wurden zwei Kommandeure getötet – darunter auch ein von den USA gesuchter Top-Terrorist.

Die philippinische Armee hat nach Regierungsangaben den bekannten Islamistenführer Isnilon Hapilon getötet. Der Anführer des philippinischen Ablegers der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) sei bei den Gefechten um die Stadt Marawi im Süden des Landes getötet worden, sagte Verteidigungsminister Delfin Lorenzana. Hapilon steht auf der US-Liste der meistgesuchten Terroristen der Welt. Die USA hatten ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt.

Nach Angaben der philippinischen Regierung wurde neben Hapilon noch ein weiterer Anführer des dortigen IS-Ablegers getötet. Dabei soll es sich um Omarkhayam Maute handeln. Die Leichen der Männer seien im Kampfgebiet in Marawi gefunden worden.

Damit ist offenbar die Führungsriege der philippinischen Islamistenmiliz nicht mehr am Leben. Hapilon und Maute gelten als zwei der letzten verbliebenen Rebellenführer des IS auf den Philippinen. In den vergangenen Wochen hatten philippinische Militärs betont, dass man bereits drei der leitenden Kommandeure der IS-treuen Gruppe getötet habe, zwei seien noch am Leben. Nach einem aus Malaysia stammenden Islamisten, der ein enger Verbündeter Hapilons gewesen sein soll, sucht das Militär nach eigenen Angaben noch.

Verteidigungsminister Lorenzana geht nach dem Tod der IS-Anführer davon aus, den Konflikt in der südphilippinischen Stadt Marawi bald beenden zu können: „Wir können vielleicht schon in einigen Tagen das Ende der Kämpfe bestätigen.“

Islamisten hatten sich im Mai in Marawi auf der südphilippinischen Insel Mindanao festgesetzt, um dort nach dem Vorbild des IS ein Kalifat auszurufen. Bei dem seit Monaten andauernden Kampf gegen die Islamisten in Marawi sind nach Militärangaben bereits mehr als tausend Menschen getötet worden. Hapilon, ein Kommandeur der Islamistengruppe Abu Sayyaf, hatte dem IS in einem 2014 veröffentlichten Video die Treue geschworen.