Erneute Drohgebärden aus Nordkorea gen USA: Die Situation habe einen „sehr riskanten Punkt erreicht“, sagte der stellvertretende UN-Botschafter Nordkoreas. Er kündigte konkrete militärische Schritte an.


Nordkoreas stellvertretender UN-Botschafter Kim In Ryong hat vor den Vereinten Nationen vor dem Ausbruch eines nuklearen Kriegs gewarnt. Die Situation in Nordkorea habe einen „sehr riskanten Punkt erreicht und ein Atomkrieg könnte jeden Moment ausbrechen“, sagte Kim In Ryong am Montag vor dem Abrüstungsausschuss der UN.


„Kein anderes Land auf der Welt hat für so eine lange Zeit eine solch extreme und direkte nukleare Bedrohung von den USA hinnehmen müssen“, sagte er.


Nordkorea unterstütze die Bemühungen der Vereinten Nationen um eine nukleare Abrüstung auf der Welt. Aufgrund der aktuellen Bedrohung durch die Vereinigten Staaten sei für sein Land eine Unterzeichnung des internationalen Atomwaffensperrvertrags jedoch nicht möglich, so Kim In Ryong. Er drohte den USA zudem damit, dass sie bei einem weiteren Vordringen in den militärischen Einzugsbereich Nordkoreas mit einem Vergeltungsschlag zu rechnen hätten.


„Wir müssen für das Schlimmste vorbereitet sein“


Am Sonntag hatte US-Außenminister Rex Tillerson bekräftigt, dass die Vereinigten Staaten um eine diplomatische Lösung im Konflikt mit Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm bemüht seien: „Diese diplomatischen Bemühungen werden weitergehen, bis die erste Bombe fällt“, sagte Tillerson dem Sender CNN.


Nach der erneuten Drohung aus Pjöngjang meldete sich Tillersons Stellvertreter John J. Sullivan zu Wort: Man werde die Möglichkeit von direkten Gesprächen mit Nordkorea weiterhin nicht ausschließen, sagte er nach Gesprächen mit japanischen Verbündeten in Tokio. Die Gespräche wurden in den vergangenen Wochen vor allem von China wiederholt gefordert.


„Unser Fokus liegt in der Lösung dieses Problems auf der Diplomatie“, sagte Sullivan. „Wir müssen jedoch mit unseren Verbündeten, Japan und Südkorea, für das Schlimmste vorbereitet sein, sollte die Diplomatie versagen.“


In den vergangenen Tagen hatte die nordkoreanische Propaganda gegen die USA eine ungewöhnlich persönliche Note bekommen: In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul tauchten Faltblätter aus Nordkorea auf, auf denen Donald Trump als grausames Schreckensgespenst dargestellt ist und als „verrückter Hund“ bezeichnet wird.


Neue Sanktionen gegen Nordkorea


Die EU hat derweil mit neuen Wirtschaftssanktionen den Druck auf Nordkorea verschärft. Wegen der atomaren Aufrüstung des Landes dürfen europäische Unternehmen überhaupt nicht mehr in dem Land investieren. Mit sofortiger Wirkung sind auch die Exporte von Öl- und Ölprodukten verboten.


Darüber hinaus werden Arbeitsgenehmigungen für nordkoreanische Gastarbeiter künftig nicht mehr verlängert. So soll die Devisenbeschaffung für die Regierung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un weiter erschwert werden.


Mit den neuen Sanktionen geht die EU über die bislang erlassenen UN-Sanktionen hinaus. Sie wurden am Montag bei einem Außenministertreffen in Luxemburg beschlossen. Eine grundsätzliche Entscheidung zu ihrer Einführung hatte es bereits im September gegeben.






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