Mit einem kräftigen Kursanstieg beendet die Börse in Seoul am Dienstag die mehr als einwöchige Feiertagspause. Der Kospi schießt um 1,8 Prozent nach oben und vollzieht damit die Aufwärtsbewegung der meisten anderen Börsen der Region aus der Vorwoche nach. An den anderen Plätzen in Ostasien fallen die Kursbewegungen der Indizes nach richtungslosen US-Vorgaben deutlich kleiner aus und gehen in beide Richtungen.


In Tokio legt der Nikkei-225-Index nach der Feiertagspause am Montag um 0,4 Prozent zu auf 20.771 Punkte und bewegt sich damit weiter im Bereich eines Zweijahreshochs. Keine Impulse gehen vom japanischen Leistungsbilanzüberschuss im August aus, zumal dieser im erwarteten Rahmen ausgefallen ist. Die chinesischen Börsen in Schanghai und Hongkong tendieren uneinheitlich. Hier warteten die Akteure gespannt auf den Kongress der kommunistischen Partei in der kommenden Woche, von dem frische Marktimpulse kommen könnten, heißt es. In Neuseeland hat die Börse das sechste Mal in Folge auf einem Rekordhoch geschlossen, 0,3 Prozent höher als am Montag.


Vorschusslorbeeren für Samsung


Hauptantreiber des südkoreanischen Kospi-Index ist das Schwergewicht Samsung, das um über 4 Prozent zulegt. Händler berichten von Käufen im Vorfeld der am Freitag anstehenden Quartalszahlen des Technologieriesen. Zwar dürften sich das Displaygeschäft und auch das Mobilfunkgeschäft rückläufig entwickelt haben, allerdings dürften die hohen Preise für Samsungs Speicherchips für ein weiteres herausragendes Quartal sorgen, rechnet Analyst S.K. Kim von Daiwa Capital mit einem guten Bericht. Das solide Gewinnmomentum dürfte bis 2018 andauern.


Verkauft werden in Seoul dagegen Aktien mit Bezug zum Reisesektor angesichts der andauernden Spannungen mit Nordkorea. Lotte Tour verlieren gut 2 Prozent und Korean Air Lines knapp 2 Prozent. Fundamental stelle die Nordkorea-Problematik weiter ein beträchtliches Risiko für den südkoreanischen Markt dar, warnt Aktienexpertin Joanne Goh von DBS.


Ungemach bei Kobe Steel


In Tokio sorgt Kobe Steel für Gesprächsstoff. Für die Aktie konnte noch kein Kurs ermittelt werden, weil für sie nur Angebot, aber keine Nachfrage besteht. Hintergrund ist, dass das Unternehmen am Sonntag eingestanden hat, Daten bestimmter Produkte verfälscht zu haben.


In Hongkong verliert der Kurs des Autoherstellers Geely 1,3 Prozent, für Guangzhou Auto geht es um 0,7 Prozent nach unten. Bei beiden Aktien sprechen Marktteilnehmer von Gewinnmitnahmen, nachdem beide Autobauer gute Absatzzahlen berichtet haben. Ein positiver Analystenkommentar von Bocom für beide Werte geht in diesem Umfeld etwas unter.


Zu den Tagesfavoriten in Hongkong gehören Aktien aus dem Immobiliensektor, die am Vortag noch eher verkauft wurden. Hier stützten Spekulationen mit Blick auf eine am Mittwoch anstehende Rede der Chefin der Sonderwirtschaftszone, Carrie Lam. Sie könnte Maßnahmen ankündigen zur Ausweitung des verfügbaren Baulandes, zum Beispiel durch Umwidmung von bislang landwirtschaftlichen Flächen, heißt es. Sun Hung Kai liegen 0,2 Prozent höher.


Gute Stimmung stützt „Aussie“


Am Devisenmarkt tut sich wenig. Der Yen tendiert seitwärts, der Dollar kostet 112,80 Yen. Japans Notenbankpräsident hat seine Ankündigung wiederholt, nötigenfalls Anpassungen bei der Geldpolitik vorzunehmen, um das Preismomentum aufrechtzuerhalten in Richtung der angestrebten Inflationsrate von 2 Prozent. Die japanische Wirtschaft befinde sich weiter auf einem moderaten Wachstumskurs, sagte er außerdem. Der Australdollar zieht derweil etwas an, gestützt von günstig ausgefallenen Daten zur australischen Wirtschaftsstimmung.


Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende


S&P/ASX 200 (Sydney) 5.731,20 -0,14% +0,56% 07:00


Nikkei-225 (Tokio) 20.770,76 +0,39% +8,67% 08:00


Kospi (Seoul) 2.438,30 +1,83% +20,32% 08:00


Schanghai-Comp. (Schanghai) 3.363,12 -0,33% +8,36% 09:00


Hang-Seng-Index (Hongkong) 28.353,55 +0,10% +29,24% 10:00


Straits-Times (Singapur) 3.286,10 -0,17% +14,07% 11:00


KLCI (Malaysia) 1.760,37 -0,21% +7,23% 11:00


DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mo, 9:13 % YTD


EUR/USD 1,1773 +0,3% 1,1741 1,1726 +11,9%


EUR/JPY 132,56 +0,2% 132,28 132,06 +7,8%


EUR/GBP 0,8941 +0,1% 0,8934 0,8940 +4,9%


GBP/USD 1,3167 +0,2% 1,3142 1,3116 +6,7%


USD/JPY 112,59 -0,1% 112,66 112,63 -3,7%


USD/KRW 1139,05 -0,4% 1143,91 1143,53 -5,7%


USD/CNY 6,6002 -0,4% 6,6255 6,6378 -5,0%


USD/CNH 6,5876 -0,4% 6,6155 6,6270 -5,6%


USD/HKD 7,8047 -0,0% 7,8065 7,8045 +0,7%


AUD/USD 0,7786 +0,4% 0,7753 0,7757 +7,9%


ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD


WTI/Nymex 49,65 49,58 +0,1% 0,07 -13,0%


Brent/ICE 55,86 55,79 +0,1% 0,07 -4,8%


METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD


Gold (Spot) 1.287,48 1.283,23 +0,3% +4,26 +11,8%


Silber (Spot) 17,06 16,97 +0,5% +0,09 +7,1%


Platin (Spot) 924,25 917,50 +0,7% +6,75 +2,3%


Kupfer-Future 3,05 3,03 +0,5% +0,02 +20,7%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com


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(END) Dow Jones Newswires






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