Philippinen: Jesuiten fordern Ende des Drogenkriegs

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Schluss mit außergerichtlichen Exekutionen auf den Philippinen: Dieser Appell kommt von den Jesuiten des Landes. In allen Diözesen, Kirchen, Schulen und anderen religiösen Einrichtungen der Philippinen sei der Aufruf einsehbar, mit dem sich die Jesuiten in den Chor der katholischen Institutionen einreihen, die dem Drogenkrieg des philippinischen Präsidenten eine Absage erteilen, berichtet der Osservatore Romano. Bereits seit einigen Wochen läuten jeden Abend die Glocken der katholischen Kirchen, um an die Opfer der Todesschwadrone zu erinnern, mit denen Duterte der ausufernden Drogenkriminalität im Lande Herr werden will.

In der von Provinzial Antonio Moreno unterzeichneten Nachricht unterstützen die Jesuiten den kürzlich von Manilas Kardinal Tagle verbreiteten Appell an die „Gewissen derjenigen, die illegale Drogen herstellen und verkaufen“ sowie derjenigen, „die auch die Unschuldigen töten“ und fordern ein Ende der Hinrichtungen auf offener Straße. Seit Juni 2016 sind Tausende von Philippinos Opfer des Drogenkriegs geworden, Schätzungen von Menschenrechtsgruppierungen sprechen von über 12.000 Toten.