Sex lässt Bangkok im Erdboden verschwinden

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Bangkok – In den Bangkoker Bordellen und Massagesalons wird derartig viel Wasser benutzt, dass diese Etablissements eine Mitschuld am Absinken Bangkoks tragen.

In der Hauptstadt pumpen Massagesalons (eine Umschreibung für kommerzielle Sex-Etablissements) fürs Baden und Duschen illegal Grundwasser ab. Das ist so viel, dass diese einen Anteil daran haben, dass Bangkok jedes Jahr einen Zentimeter absinkt.

Das Problem ist laut Aranya Fuengsawat von der Behörde für Grundwasser länger bekannt. Daher gingen Beamte dazu über, Geldstrafen von Etablissements zu verlangen. Daraufhin wurde die illegale Grundwasserentnahme beendet.

Aranya sagte, dass diese Praxis jetzt aber wieder an der Tagesordnung sei, ohne die Namen von Etablissements zu nennen.

Der ehemalige Massage-Tycoon Chuwit Kamolvisit, der vor dem Putsch Parlamentsabgeordneter war, bestätigte Aranyas Aussage. Die Bordelle benötigten große Mengen an Wasser, was die Wasserrechnungen in die Höhe treibe.

Daher bedienten sich die Etablissements heimlich am Grundwasser. „Sie pumpen es aus 100 Metern Tiefe hoch“, sagte er.

Chuwit, ein Experte auf dem Gebiet Massage, sagte, die „Badewannen“ seien eher wie kleine Schwimmbassins und benötigten um die 1000 Liter Wasser. Ein Zimmer wird dreimal die Nacht benutzt, das wären 3000 Liter. In einem Etablissement gibt es 100 Zimmer, das wären 300.000 Liter Wasser – jeden Tag. Das ist die Menge, die drei Swimmingpools durchschnittlicher Größe benötigten.

Ein Polizeisprecher sagte, die Polizei könne nicht allein überprüfen, ob ein Etablissement heimlich Grundwasser entnimmt.