Thailand: US-Besuch ein Gewinn für Premier Prayuth

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Bangkok – Der Besuch von Premierminister General Prayuth Chan-ocha im Weißen Haus bei US-Präsident Donald Trump wird als Gewinn angesehen. General Prayuths Regierung erfuhr Anerkennung, und im Gegenzug kauft die thailändische Seite US-Güter oder investiert.

So wurde vereinbart, dass Thailand 155.000 Tonnen Kohle aus den Vereinigten Staaten importieren wird. Diese soll bei dem Unternehmen Siam Cement Verwendung finden.

Der staatliche Ölkonzern PTT wird 200 Milliarden Baht in einen petrochemischen Komplex in den USA investieren.

23 thailändische Unternehmen, die bereits 5,6 Milliarden Dollar in die USA investierten, wollen ihr Investitionsvolumen verdoppeln.

General Prayuth zu US-Präsident Trump: „Ich möchte sagen, dass ich glücklicher bin als jemals zuvor, denn ich habe das Gefühl, einen wahren Freund gefunden zu haben.“

Die thailändische Regierung dementierte, dass erwogen wird, mehrere US-Kampfhubschrauber zu kaufen. General Prawit Wongsuwon sagte, er habe nicht gesagt, dass das Militär Helikopter vom Typ Cobra kaufe. Er habe lediglich gesagt, dass das Militär neue Kampfhubschrauber brauche.

Man habe nicht darüber gesprochen, welche Hubschrauber das sein könnten und auch nicht, aus welchem Land sie stammen sollen.

Insbesondere der Kohledeal stößt bei Experten auf Verwunderung. Professor Thitinan Pongsudhirak, Experte für internationale Beziehungen, sagte, es sei nicht unüblich, wenn ein Land überschüssige Rohstoffe loswerden wolle, indem diese zum Beispiel getauscht werden. Erstaunlich findet Thitinan allerdings, dass Thailand die US-Kohle so gerne nimmt.

Wenn eine gewählte Regierung an der Macht wäre, würde kritisiert, dass sie Thailand verkauft, nur um den USA zu gefallen, sagte Thitinan.

75 Prozent der importierten Kohle kommt bislang aus Indonesien. Daher wird vermutet, dass die amerikanische Kohle billiger ist – ein Preis wurde nicht bekannt – als die indonesische.

Thirapong Santiphop von der Mahidol University, Experte für natürliche Ressourcen, sagte: „Wenn die Amerikaner ihre Bodenschätze verkaufen, dann ist die Qualität nicht sehr gut. Die guten Sachen behalten sie für sich selbst.“

Der Chef von Siam Cement, Kalin Sarasin, sagte, die Kohle sei nicht für die Befeuerung von Kraftwerken gedacht, sondern für die Zementherstellung. Zunächst werde man sehen, welche Qualität die Kohle habe und ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimme.