Nach China hat jetzt auch Südkorea Crowdfunding mittels Initial Coin Offerings verboten, was kurzzeitig zu Kurseinbrüchen bei Kryptowährungen führte.


Bei Initial Coin Offerings, kurz ICOs, geben Start-ups eigene digitale Währungen aus, um Kapital zu beschaffen. Zuletzt konnte so etwa der kanadische Messenger Kik die Rekordsumme von 100 Millionen US-Dollar sammeln. Südkoreanische Unternehmen können diese Art des Crowdfundings nicht mehr nutzen.


Denn Südkorea hat heimischen Start-ups und Unternehmen verboten, sich an ICOs zu beteiligen. Die südkoreanische Finanzregulierungsbehörde hat angekündigt, alle Arten von Blockchain-Finanzierungsmethoden zu verbieten, „unabhängig von der technischen Terminologie“. Auch das Margin Trading mit Kryptowährungen wird demnach illegal, berichtet Coindesk.


Als Grund gibt die Behörde an, dass es sich bei ICOs um eine Verletzung des Kapitalmarktrechts handelt. Man werde hart gegen Unternehmen vorgehen, die an ICOs beteiligt sind. Außerdem werde man Unternehmen vor Ort prüfen, die mit Kryptowährungen handeln. Ab Dezember werde man Konten von Kryptowährungen analysieren um an User-Daten zu kommen.
Kurse gefallen


Die Ankündigung ließ die Kurse der beliebten Kryptowährungen nach unten sacken. Bitcoin sank um 3 Prozent, Ethereum um 6,5 Prozent. Mittlerweile haben sich beide Kurse wieder erholt.


China hat bereits Anfang des Monats ICOs verboten. ICOs haben sich bisher hoher Beliebtheit erfreut. Laut Coindesk hatten ICOs von Mai bis September 2017 ein Handelsvolumen von fast zwei Milliarden US-Dollar.






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