Thailand: Farmer sollen Wasser bezahlen

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Bangkok – Der Nationalversammlung (NLA) liegt ein Gesetzesentwurf vor, der unter anderem vorsieht, dass Farmer zukünftig für das Bewässern ihrer Felder bezahlen sollen.

Das Gesetz war schon einmal 1992 im Gespräch und ist vom Umweltministerium aus der Schublade geholt worden.

Kaum wurde die Nachricht bekannt, regte sich sofort Widerstand bei den Farmern, deren Repräsentanten und der Phuea Thai Party.

Der ehemalige Generalsekretär der Phuea Thai Party, Chavalit Wichayasut, sagte, der Vorschlag sollte genauso schnell in der Schublade verschwinden wie er hervorgeholt wurde. Die Farmer seien bereits verschuldet und sollten nicht noch mehr finanzielle Lasten tragen müssen.

Samian Hongto vom Netzwerk Zentralebene der Reisfarmer sagte, dieses Gesetz würde den Reisanbau töten.

Der Entwurf liegt zurzeit der Nationalversammlung (NLA) zur Prüfung vor. Abgesehen von Farmern würden wasserintensive Industrien und Unternehmen eine Zusatzgebühr entrichten müssen. Das wären neben Industriebetrieben auch Hotels.

Der Vizevorsitzende der NLA, Peerasak Porjit, merkte sehr schnell, wie sich der Widerstand formiert und stellte klar, dass Farmer mit kleinen Betrieben keineswegs eine Wassersteuer zu entrichten hätten.

„Keine Regierung wird die Ausgaben der Farmer erhöhen“, sagte Peerasak, der offensichtlich auch für zukünftige Regierungen sprach. „Die Ausgaben werden höchstens verringert.“ Peerasak drohte mit seinem Rücktritt, falls es anders kommen sollte.