Wenn die Kommunistische Partei Chinas ihren Kongress abhält, sollen «ideale soziale Bedingungen» herrschen. Ein Opfer davon ist Whatsapp.


Kurz vor dem Kongress der Kommunistischen Partei Chinas ist der Instant-Messaging-Dienst Whatsapp im Land massiv gestört und teilweise ganz offline. Ein Korrespondent der BBC hat die Verbindung am Dienstag getestet und festgestellt, dass Benutzer keine Fotos oder Videos mehr ins Ausland senden können. Auch internationale Video-Chats seien unterbunden worden.


Seit rund einer Woche wird Whatsapp in China erheblich gestört und ist oft ganz offline. Dann ist der Messaging-Dienst nur noch über private Tunneling-Dienste verfügbar, sogenannte Virtual-Private-Network-Dienste (VPN).


Zensur vor dem Parteitag üblich


Die chinesischen Behörden verstärken derzeit ihre Kontrollen der Aktivitäten in den sozialen Medien. Das hängt mit dem Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas zusammen, der am 18. Oktober stattfindet. Der Kongress findet alle fünf Jahre statt und ist das wichtigste politische Treffen des Jahres im Einparteienstaat.


«In der Zeit vor dem Parteitag werden normalerweise Restriktionen aller Art hochgefahren», erklärte China-Experte Robert Kuhn der «BBC». Die Zensur solle sicherstellen, dass der Kongress unter «idealen sozialen Bedingungen» stattfinden könne und nicht gestört werde.


Einziges Facebook-Produkt in China


Kuhn mahnt allerdings, es sei unklar, ob Chinas Regierung auch dieses Jahr nach dem Parteitag die Whatsapp-Einschränkungen wieder lockern wird. Viele seiner Kollegen bezweifelten dies.


Whatsapp ist das einzige Produkt von Facebook, dass in China erlaubt ist. Facebook selbst und Instagram werden blockiert. Gegenüber inländischen Anbietern bietet Whatsapp den chinesischen Nutzern einen grösseren Schutz ihrer Privatsphäre. Drei chinesische Messaging-Dienste erhielten am Montag Geldstrafen, weil sie Zensurvorgaben nicht einhielten. (mch/ap)






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