Illegale Adoptionsagenturen sollen mehr als 11.000 Babys aus Sri Lanka nach Europa vermittelt haben. Die Säuglinge wurden den Eltern für Geld abgekauft oder sogar gestohlen. Sri Lankas Regierung verspricht Aufklärung.


Im Inselstaat Sri Lanka sollen in den 1980er Jahren mehr als 11.000 Säuglinge illegal nach Europa vermittelt worden sein. Die nur wenige Tage alten Babys wurden entweder den leiblichen Eltern für wenig Geld abgekauft oder die Babys wurden von ihnen gestohlen, um sie dann für bis zu 10.000 Dollar an ausländische Paare zu verkaufen. Wie die Regierung in Sri Lanka mitteilte, sollen diese kriminellen Geschäfte nun aufgeklärt werden.


Unter Zwang geschwängert


Die über dreißig Jahre alten Fälle hatten niederländische Investigativ-Journalisten für eine Dokumentation aufgedeckt. Die Babys wurden demnach illegal und mit gefälschten Papieren vor allem an europäische Paare und Familien vermittelt. In dem Dokumentarfilm gestand Sri Lankas Gesundheitsminister Rajitha Senaratne die Existenz sogenannter Baby-Farmen ein, die Kleinkinder und Säuglinge in den Westen verkauften. Banden sollen sogar Frauen eingesperrt und unter Zwang geschwängert haben, um die Kinder anschließend zu verkaufen. In anderen Fällen seien die Säuglinge gleich nach der Geburt aus Krankenhäusern gestohlen worden, heißt es in der Dokumentation. Ärzte, Krankenhauspersonal und Adoptionsvermittlungen sollen an diesem kriminellen Kinderhandel beteiligt gewesen sein. Den Müttern wurde offenbar gesagt, ihr Kind sei gestorben.


Auf diese Weise sollen allein 4.000 Kinder von Paaren in den Niederlanden adoptiert worden sein, andere sollen nach Deutschland, Schweden oder Großbritannien vermittelt worden sein. „Die Regierung nimmt diese Sache sehr ernst“, sagte Senaratne laut Medienberichten. Um die Vorfälle aufzuklären soll eine DNA-Datenbank eingerichtet werden. Damit können adoptierte Kinder ihre biologischen Eltern in Sri Lanka finden.


Skrupellose Praktiken und Geschäfte


Bei Adoptionen von Kindern aus armen Ländern werden immer wieder skrupellose Praktiken bekannt. Um die Rechte von Kindern bei Auslandsadoptionen zu schützen, wurde 1993 das Den Haager Übereinkommen geschlossen, dem auch Sri Lanka beitrat. In Deutschland ist die Bundeszentralstelle für Auslandsadoptionen beim Bundesamt für Justiz angesiedelt. Ansprechpartner für adoptionswillige Eltern sind die jeweiligen Landesjugendämter und zugelassene Vermittlungsstellen.






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